Wirtschaft

Aktienkurs fällt Corona-Krise bremst Intel-Wachstum

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Starker Start ins Jahr, nun bremst Corona das Wachstumstempo von Intel aus.

(Foto: REUTERS)

Die Geschäftszahlen von Texas Instruments, einem Indikator für die gesamte Chipbranche, zeigen es: Nach einem starken Jahresbeginn flauen die Geschäfte infolge Corona ab. Nun liefert Intel sein Zahlenwerk.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel will auch in der Coronavirus-Pandemie punkten. Nach einem Gewinnsprung zum Jahresstart werde auch im laufenden Quartal mit wachsenden Umsätzen und Ergebnissen gerechnet, teilte der US-Konzern nach Börsenschluss mit. Konkret erwartet Intel bei Erlösen von 18,5 Milliarden Dollar einen Gewinn je Aktie von 1,10 Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der Umsatz bei 16,5 Milliarden Dollar und der Gewinn je Aktie bei 1,06 Dollar gelegen.

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Analysten hatten sich mehr erhofft. Die Aktien gab nachbörslich vier Prozent nach. Das Papier war bereits mit einem Minus aus dem Handel gegangen: Apple will laut einem Agenturbericht ab 2021 Mac-Computer mit eigenen Prozessoren statt denen von Intel verkaufen.

TI-Ausblick ebenfalls verhalten

Wegen der hohen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronakrise wagt Intel keine Jahresprognose. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte sogar um 54 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. Vor allem die Halbleiter für Rechenzentren, die angesichts des Trends zum Home-Office und der Nachfrage nach Streamingdiensten Hochkonjunktur haben, waren gefragt. Intel-Chef Bob Swan sagte: "Technologie spielt heute in der Welt eine größere Rolle als jemals zuvor."

Vor Intel hatte US-Konkurrent Texas Instruments, der wegen seiner breit gefächerten Kundschaft als Indikator für die gesamte Branche gilt, nach einem starkem Jahresstart ein schwaches Geschäft im zweiten Quartal prognostiziert.

In den USA dürfen Chiphersteller auch während der Pandemie ihre Fabriken offenhalten - anders als in vielen anderen Ländern. Bei SK Hynix aus Südkorea brach der Betriebsgewinn bereits im abgelaufenen Quartal um 41 Prozent ein, vor allem wegen schwächerer Verkäufe von Halbleitern für Smartphones wie beispielsweise Apples iPhone.

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Quelle: ntv.de, bad/rts