Wirtschaft

Konkurrenz zu UPS und Fedex DHL investiert Milliarden in Expressdienste

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DHL rüstet sich gegen die Expresskonkurrenz aus dem Ausland.

(Foto: imago/Arnulf Hettrich)

Um noch mehr Geld im lukrativen Express-Geschäft zu verdienen, investiert DHL jährlich mehr als eine Milliarde Euro in Sortieranlagen, Flugzeuge und Fahrzeuge. Auch ein neues Drehkreuz in NRW soll die Umsätze ankurbeln.

Mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm will der Logistikkonzern Deutsche Post DHL seine gut laufenden Geschäfte mit Expressdiensten stärken. Pro Jahr werde künftig mehr als eine Milliarde Euro ausgegeben für Sortieranlagen, Flugzeuge und Fahrzeuge, teilte das Unternehmen in Troisdorf unweit des Köln/Bonn Flughafens mit. Auch Schulungen der Mitarbeiter würden damit finanziert. Eine Vergleichszahl lag zunächst nicht vor.

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Am Köln/Bonn Airport nahm die Firma heute ein neues Drehkreuz offiziell in Betrieb, das für 123 Millionen Euro gebaut worden war. Jede Nacht kommen an dem Flughafen bis zu 14 DHL-Express-Maschinen an. Das Unternehmen war bereits zuvor an dem Standort aktiv, hat ihn nun aber erweitert. Stärkstes Express-Zentrum in Deutschland und Europa bleibt Leipzig mit bis zu 70 Maschinen pro Nacht. Die Eilsendungen sind für den Logistikkonzern der profitabelste Geschäftszweig.

Weltweit sind rund 100.000 Menschen in diesem Bereich des Bonner Konzerns beschäftigt und damit etwa jeder fünfte Konzernbeschäftigte. Große Konkurrenten sind UPS und Fedex. Vor allem Firmen nutzen die Dienste, um Verträge, Gutachten oder Ersatzteile mit garantierter Lieferzeit zu versenden. Im Vergleich zur normalen Post und zu regulären Paketdiensten ist Express wesentlich teurer - und damit sehr lukrativ für den Dienstleister. Privatkunden spielten in dem Geschäftsmodell lange Zeit nur eine Nebenrolle, angesichts des boomenden Online-Handels werden sie aber wichtiger.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa