Wirtschaft

US-Handelsstreit mit China DIHK warnt vor Schaden für Deutschland

face8b13d192dbcaf1fa34978ed7d02c.jpg

Bei Trumps Besuch in China im November 2017 flattern die chinesische und die US-Fahne noch einträchtig im Wind.

(Foto: REUTERS)

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat offenbar auch für Deutschland gravierende Folgen. Dem DIHK zufolge kommt "die deutsche Wirtschaft alles andere als ungeschoren davon".

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befürchtet angesichts des zugespitzten Handelskonfliktes zwischen den USA und China einen Schaden für die heimische Wirtschaft. "Der Streit zwischen China und den USA in der Handelspolitik erreicht schwindelerregende Höhen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

"Beim betroffenen Handelsvolumen von mehreren Hundert Milliarden Dollar kommt auch die deutsche Wirtschaft alles andere als ungeschoren davon." Hiesige Unternehmen hätten sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in China viel investiert. Sie beschäftigen in beiden Wirtschaftsräumen jeweils annähernd eine Million Menschen in ihren Betrieben. "Viele ihrer Produkte werden über den Pazifik hinweg gehandelt und könnten zukünftig schwerer abgesetzt werden", sagte Treier.

Zudem stelle der Konflikt das in den vergangenen Jahrzehnten mühsam aufgebaute Welthandelssystem infrage. "Am Ende werden alle Produkte einfach teurer, ohne dass irgendjemand davon einen Mehrwert hätte", warnte der Experte. Notwendig seien weltweit weniger Zölle und Handelsbarrieren sowie mehr gemeinsam getragene Spielregeln für guten und fairen Handel.

China droht den USA mit einem verschärften Konfrontationskurs. Sollte Washington wie erwartet an diesem Montag neue Zölle verhängen, werde man die nötige Antwort darauf geben, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. US-Präsident Donald Trump dürfte Insidern zufolge neue Zölle gegen China auf Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar verkünden.

Quelle: n-tv.de, ghö/rts

Mehr zum Thema