Wirtschaft

Schritt angeblich 2022 geplant Daimler will Lkw-Sparte an die Börse bringen

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Volkswagen hat seine Lkw-Sparte schon vergangenes Jahr an die Börse gebracht, Daimler scheint diesem Beispiel zu folgen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Lastwagensparte des Stuttgarter Autobauers Daimler könnte schon Ende nächsten Jahres vom Mutterkonzern abgetrennt und an die Börse gebracht werden. Das berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf Konzernkreise. Die Frage sei nicht mehr ob, sondern nur noch wann.

Daimler bereitet einem Medienbericht zufolge den Börsengang seines Lastwagengeschäfts vor. Bereits Ende 2021 könnte Daimler Trucks vom Rest des Autokonzerns separiert werden und an die Börse gehen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise. Wahrscheinlicher sei der Schritt aber im Jahr 2022. Daimler lehnte eine Stellungnahme ab. "Medienspekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht", sagte ein Sprecher.

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Mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent standen die Daimler-Aktien an der Spitze der Dax-Gewinner. Die Möglichkeit, dass es zu diesem Schritt komme, sei allerdings bekannt gewesen, sagte ein Händler.

Die Zeitung berichtete weiter, fix sei zwar nichts, die Planspiele in Stuttgart würden allerdings konkreter. Die Frage sei längst nicht mehr, ob das Lastwagen- und Busgeschäft gelistet werde, sondern nur noch wann. Als Alternative zu einem Teilbörsengang werde intern aber auch diskutiert, einen größeren Anteil der Sparte in einem ersten Schritt an einen Finanzinvestor zu veräußern. Für diese Pläne dürfte der Anfang 2022 auslaufende Vertrag von Truck-Chef Martin Daum zeitnah um zumindest drei Jahre verlängert werden.

Volkswagen hatte im vergangenen Jahr seine Lkw-Tochter Traton mit den Marken MAN und Scania an die Börse gebracht. Die gesamte Nutzfahrzeugbranche kämpft mit der Corona-Krise, die das zyklische Geschäft in einer ohnehin einsetzenden Talfahrt traf.

Quelle: ntv.de, lwe/rts