Wirtschaft

Kredit trotz Insolvenz Darlehen verschafft Beate Uhse etwas Luft

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Macht noch nicht dicht: Eingang zur Konzernzentrale von Beate Uhse.

(Foto: imago/nordpool)

Mitte Dezember meldet die Beate Uhse AG Insolvenz an. Wie es mit dem Unternehmen weitergeht, ist seitdem unklar. Dank eines speziellen Darlehens kann der Geschäftsbetrieb vorerst weitergehen.

Hoffnung für die Mitarbeiter des Erotikartikel-Händlers Beate Uhse: Ein Kredit soll dem insolventen Unternehmen Luft verschaffen. Der Flensburger Konzern erhält ein Darlehen über 2,7 Millionen Euro. Beate Uhse befindet sich derzeit in einem vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der vorläufige Sachwalter und der Gläubigerausschuss hätten der Aufnahme des Massedarlehens zugestimmt, teilte die Aktiengesellschaft mit.

Beate Uhse
Beate Uhse ,00

Das Darlehen stammt von dem Finanzinvestor Robus Capital. Ein Massedarlehen ist ein Sonderkredit für nicht zahlungsfähige Unternehmen, bei dem der Geldgeber im Ernstfall vor allen anderen Gläubigern bedient wird. Das Massedarlehen diene der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs von Beate Uhse im Rahmen der eigenverwalteten Insolvenz.

Mit diesem Geld würden die im Weihnachtsgeschäft sowohl im E-Commerce als auch in den bundesweiten Filialen stark gesunkenen Warenbestände aufgefüllt, so der Konzern weiter. Darüber hinaus verschaffe man sich wieder einen ersten Handlungsspielraum, um die Sanierung des Unternehmens weiter voran zu treiben.

Die Beate Uhse AG hatte am 15. Dezember 2017 vor dem Amtsgericht Flensburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen unter Anordnung der Eigenverwaltung gestellt. Mit Beschluss vom selben Tag ordnete das Amtsgericht Flensburg die vorläufige Eigenverwaltung an, und Sven-Holger Undritz wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Der Vorstand arbeitet verfolgt aktuell zwei Optionen: Eine Fortführung des Unternehmens im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens mit nachfolgender Komplett-Sanierung, welches mit Hilfe von zusätzlichen Darlehensmitteln bewerkstelligt werden kann. Alternativ ist ein Verkauf des Unternehmens denkbar.

Quelle: n-tv.de, ftö/DJ

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