Wirtschaft

Konzern schreibt schwarze NullDeutsche Bahn könnte 1000 Managementposten streichen

22.01.2026, 19:47 Uhr
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Der Aufsichtsratsvorsitzende Gatzer unterstützt die Streichungspläne von Chefin Palla. (Foto: picture alliance / Metodi Popow)

Die Deutsche Bahn macht 2025 im operativen Geschäft keinen Verlust - erstmals seit vielen Jahren. Die finanziellen Herausforderungen bleiben aber groß. Um zu sparen, befürwortet Aufsichtsratschef Gatzer den Wegfall von fast einem Drittel aller Managementposten.

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr erstmals seit fast zehn Jahren wieder ein positives Ergebnis eingefahren. "Wir müssen den Jahresabschluss noch abwarten. Aber wir gehen von einer operativen schwarzen Null im Konzern aus", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gatzer der Plattform Table.Briefings.

Allerdings soll ein weiterer Verschlankungskurs den Erfolg dauerhaft sichern. Der frühere Staatssekretär im Finanzministerium erwartet daher einen Wegfall von knapp 1000 Managementposten in der Zentrale der Deutschen Bahn in Berlin. "In der Konzernleitung sollen mindestens 30 Prozent abgebaut werden. Es fällt sogar eine komplette Ebene weg zwischen dem Vorstand und dem Management", so Gatzer. Zur Konzernleitung gehören nach Angaben der Bahn etwa 3500 Menschen. Der Vorstand der Bahn um die neue Chefin Evelyn Palla sei zu dem Ergebnis gekommen, dass schlankere Strukturen Entscheidungen schneller herbeiführen könnten. "Wir unterstützen das im Aufsichtsrat zu 100 Prozent."

Die Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr dürften dieses Jahr nicht viel besser werden, sagte Gatzer. "Es geht darum, die Pünktlichkeit zu stabilisieren. Aber die Ziele für die kommenden Jahre sind anspruchsvoll und die erreichen wir auch." Die Infrastruktur sei über Jahrzehnte unterfinanziert gewesen. "Das spüren wir jeden Tag. Es braucht einfach Zeit, auf ein Niveau zu kommen, das dem entspricht, was die Menschen draußen erwarten dürfen."

Gatzer äußerte die Hoffnung, dass die Bahn auch nach 2027 von dem milliardenschweren Sondervermögen profitiert. Mittelfristig sollte sich die Politik aber überlegen, ob ein außerhalb des Haushalts organisierter Infrastrukturfonds wie in Österreich sinnvoll wäre. "Die Erkenntnis wächst auch in der Politik, dass ein Infrastrukturfonds dauerhaft der Bahn und den beteiligten Unternehmen Planungssicherheit gibt."

Quelle: ntv.de, als

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