Wirtschaft

Günstige ICE-Tickets bis März Deutsche Bahn startet neue Billig-Aktion

imago95826348h.jpg

Der ICE4 kann zwar nicht so schnell fahren wie sein Vorgänger, soll aber trotzdem schneller ans Ziel kommen.

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Die Bahn erwartet dieses Jahr bereits einen Fahrgastrekord, wirft nun aber noch einmal eine halbe Million Günstig-Tickets auf den Markt - die sollen ICE-Fahrten schon ab 12,90 Euro ermöglichen. Allerdings nur für besonders Flexible.

Die Deutsche Bahn will mit einem neuen Aktionsangebot die Zahl der Fernverkehrskunden weiter erhöhen. Wie der Konzern mitteilte, soll es ab dem 29. Februar rund 500.000 Tickets ab 12,90 Euro geben. Das Angebot trägt demnach den Namen "Super Sparpreis Aktion" und gilt dem Unternehmen zufolge für Fahrten im Fernverkehr in der 2. Klasse für "ausgewählte Reisezeiten".

118741740.jpg

Bahn-Vorstand Huber.

(Foto: picture alliance/dpa)

Damit richte sich die Angebote vor allem an Kunden, "die zeitlich flexibel sind und auch am frühen Morgen oder am späten Abend fahren wollen", erklärte die Bahn. Das Aktionsangebot gilt demnach bis zum 31. März etwa für die Strecken Frankfurt-Köln, Berlin-Hannover, Hamburg-Göttingen oder München-Würzburg. Der Nahverkehr kann mit den Fahrkarten nicht genutzt werden.

"ICE-Fahren ab 12,90 Euro, mit Bahncard sogar für unter zehn Euro - das ist der niedrigste Aktionspreis, den es je bei der Bahn gab", erklärte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. In diesem Jahr wolle das Unternehmen "endgültig mit dem Vorurteil aufräumen, die Bahn sei zu teuer".

Mehrwertsteuersenkung bringt Leute auf die Schiene

Zuletzt hatte der bundeseigene Konzern für den Januar einen "Fahrgastboom" im Fernverkehr vermeldet. Grund dafür ist unter anderem die Mehrwertsteuersenkung. Im Zuge des Klimapakets der Bundesregierung war die Mehrwertsteuer auf Tickets im Fernverkehr zum Jahreswechsel von 19 auf 7 Prozent gesenkt worden. Dadurch wurden die Fahrkarten um rund zehn Prozent billiger.

Für mehr Pünktlichkeit sollen die neuen ICE4-Züge der Deutschen Bahn künftig schneller unterwegs sein. "Die Höchstgeschwindigkeit wird von derzeit 249 auf 265 Kilometer pro Stunde gesteigert", kündigte Huber in der "Westfalenpost" an. Der Zug könne dann aus dem Bahnhof heraus schneller beschleunigen. "Das bringt zusätzliche Reserven im Fahrplan."

Der neue Vorzeigezug ist langsamer als die älteren ICE, die mit bis zu 300 beziehungsweise 320 km/h unterwegs sind. Weil solche Geschwindigkeiten aber nur auf wenigen Stellen im Netz möglich sind und Züge dafür deutlich mehr Energie brauchen, hatte sich die Bahn bei der neuesten Generation für weniger Tempo entschieden.

Die Software-Probleme bei neuen Doppelstock-Intercitys von Bombardier sind nach Hubers Worten bald behoben. Die Bahn hatte vor vier Wochen die Abnahme der 25 Züge gestoppt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Züge von diesem Hersteller im zweiten Quartal wieder abnehmen können", sagte Huber. "Zudem wird dann auch in den bereits fahrenden Zügen die Software erneuert."

Quelle: ntv.de, vpe/AFP/dpa