Wirtschaft

Größte Privatbanken der Welt Deutsche Bank rutscht im Ranking ab

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Die Deutsche Bank hatte im vergangenen Jahr mit zahlreichen Negativschlagzeilen zu kämpfen.

(Foto: REUTERS)

Eine Londoner Beratungsfirma veröffentlicht jedes Jahr eine Liste der größten Privatbanken der Welt. Die Deutsche Bank rutscht im aktuellen Ranking um sechs Plätze ab - und damit aus den Top Ten. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Die Deutsche Bank ist im Ranking der weltgrößten Privatbanken deutlich zurückgefallen. Gründe dafür sind zahlreiche Negativschlagzeilen, der Rückzug aus mehreren Ländern und der Verkauf der Vermögensverwaltung in den USA. Die Londoner Beratungsfirma Scorpio berechnet die Rangliste jährlich.

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Deutschlands größtes Geldhaus musste sich im vergangenen Jahr mit Platz 16 begnügen - ein Jahr zuvor hatte das Institut noch auf Platz 10 gelegen. Die von der Bank verwalteten Kundeneinlagen schrumpften im Jahresvergleich um fast 30 Prozent auf 227 Milliarden Dollar. 2015 betrugen die Einlagen noch 317 Milliarden Dollar.

Der größte Teil des Rückgangs des verwalteten Kundenvermögens geht auf den Verkauf in den USA zurück. Die Deutsche Bank war im vergangenen Jahr im Skandal um US-Hypothekenpapiere vom US-Justizministerium zu einer Strafzahlung von 14 Milliarden Dollar aufgefordert worden. Letztlich musste die Bank nur gut die Hälfte der Summe bezahlen. Die ursprüngliche Forderung der Behörden hatte Investoren und Kunden schockiert und zu einer Talfahrt der Aktie sowie zum Abzug von Einlagen geführt.

UBS bleibt Nummer eins

Größte Privatbank der Welt bleibt der Scorpio-Rangliste zufolge die Schweizer UBS mit einem verwalteten Kundenvermögen von fast 2,1 Billionen Dollar, gefolgt von den beiden US-Instituten Bank of America mit Kundeneinlagen in Höhe von 1,97 Billionen Dollar und Morgan Stanley mit Einlagen von 1,95 Billionen Dollar.

Den größten Sprung nach oben machte im vergangenen Jahr die China Merchants Bank. Sie konnte 5 Ränge zulegen und landete auf den 15. Platz. Insgesamt verwalten die 25 größten Privatbanken 13,3 Billionen Dollar für Kunden mit einem Vermögen von mindestens einer Million Dollar. Sie stehen damit für fast zwei Drittel des Marktes.

Die Erträge der Banken waren 2016 nahezu unverändert, was zum einen an den niedrigen Zinsen in aller Welt lag, zum anderen daran, dass immer mehr vermögende Privatkunden Anlageformen wie Indexfonds aktiv verwalteten Vermögensanlagen vorziehen. Damit verdienen die Institute wesentlich weniger Geld.

Quelle: n-tv.de, hsc/rts