Wirtschaft

Goldman Sachs übernimmt Kredite Deutsche Bank wird Gift-Paket los

40f3d154842be45f2c9c5e2bd95be61c.jpg

Die Deutsche Bank gibt ein Milliarden-Paket ab.

(Foto: dpa)

Die Deutsche Bank hat Finanztitel im Volumen von fast 300 Milliarden Euro in eine eigene Bad Bank verschoben. Und beim Abbau der Halde kommt das Unternehmen offenbar gut voran. Nun werden die Frankfurter ein großes Paket an die US-Konkurrenz los.

Die Deutsche Bank hat Insidern zufolge einen großen Schritt gemacht beim Abbau ihrer internen "Bad Bank". Die Frankfurter verkauften Finanztitel im Wert von 50 Milliarden Dollar an die US-Investmentbank Goldman Sachs, wie drei Insider sagten. Die Wertpapiere seien mit festverzinslichen Wertpapieren aus Schwellenländern verknüpft und in der internen Abbaueinheit geparkt gewesen, die die Deutsche Bank im Sommer eingerichtet hatte. Sprecher der beiden Geldhäuser lehnten einen Kommentar ab.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,49

An der Börse bauten die Deutsche-Bank-Aktien ihre Gewinne aus. "Die Transaktion zeigt, dass die Bank beim Abbau ihrer Bilanz vorankommt", sagte Analyst Andreas Pläsier von Warburg Research. "50 Milliarden sind schon eine Hausnummer." Unklar blieb allerdings, wie viel Goldman Sachs den Frankfurtern für das Portfolio bezahlt hat und ob sie womöglich einen Abschlag in Kauf nehmen mussten.

Die Deutsche Bank hatte im Juli eine sogenannte Capital Release Unit (CRU) ins Leben gerufen und Bilanzpositionen im Wert von insgesamt 288 Milliarden Euro hineingepackt. Durch den Verkauf dieser Vermögenswerte will sie Kapital freischaufeln, das sie für ihren Konzernumbau braucht.

Ende September lagen in der Abbaueinheit noch Titel im Volumen von 177 Milliarden Euro, bis Ende des Jahres soll es auf 119 Milliarden Euro reduziert werden. 2020 will das Institut die "Bad Bank" fast komplett abgebaut haben. Manche Analysten zweifeln aber, ob die Deutsche Bank damit so schnell vorankommt und ob sie die Wertpapiere auch zum gewünschten Preis losbekommt.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts