Wirtschaft

Trotz dritter Corona-Welle Deutsche Industrie bleibt optimistisch

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Trotz des Aufwinds warnt das Institut IHS Markit vor andauernden Lieferengpässen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einem Rekordwert im März herrscht weiter Hochstimmung in der deutschen Industrie: Der Einkaufsmanagerindex, der jeden Monat vom Institut IHS Markit veröffentlicht wird, lag im April erneut deutlich über der Wachstumsschwelle von 50.

Die Zeichen stehen auf Erholung: Trotz dritter Corona-Welle legt die deutsche Industrie weiter ein hohes Wachstumstempo vor. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex (EMI) fiel im April nach endgültigen Daten nur leicht auf 66,2 Punkte von 66,6 Zählern im Vormonat, wie das Institut IHS Markit zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte.

Dies sei nach dem Rekordhoch vom März der zweitbeste Wert seit Beginn der Datenaufzeichnung im Jahr 1996. Das Barometer liegt damit weiter deutlich jenseits der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der EMI, der von IHS Markit und dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik erstellt wird, gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Industrie in Deutschland. Zum Vergleich: Im April des vergangenen Jahres lag der Wert laut Statista.com bei 36,6.

Wirtschaft im ersten Quartal geschrumpft

Die Industrie befinde sich im Aufwind - "vor allem dank der anhaltend starken Auftragseingänge", sagte Markit-Ökonom Phil Smith. "Die andauernden massiven Lieferengpässe stellen jedoch nach wie vor ein Risiko für zukünftiges Wachstum dar."

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Trotz der gut laufenden Industrie war die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal um 1,7 Prozent geschrumpft. Geschlossene oder nur eingeschränkt geöffnete Geschäfte belasteten den privaten Konsum. Zugleich hatten viele Verbraucher größere Käufe auf das Jahresende 2020 vorgezogen, um Preisersparnisse aufgrund der zeitweise gesenkten Mehrwertsteuer mitzunehmen.

Die Wirtschaft der Euro-Zone insgesamt schrumpfte dagegen nur um 0,6 Prozent. Die Industrie im gemeinsamen europäischen Währungsraum boomte im April, das Wachstum fiel sogar noch stärker aus als im März. Der finale Einkaufsmanager Index (PMI) stieg binnen Monatsfrist um 0,4 auf 62,9 Punkte und erreichte damit einen neuen Rekord. Überdies notiert das Barometer den zehnten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle.

Quelle: ntv.de, mbe/rts

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