Wirtschaft

Debatte über noch spätere Rente Deutsche arbeiten immer länger

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Aktuell sind 42 Prozent der 60- bis 64-Jährigen rentenversicherungspflichtig beschäftigt - 2002 waren es nur 10 Prozent.

(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Der demografische Wandel in Deutschland wird zunehmend zum Problem: Immer mehr Steuerzahler müssen immer mehr Rentner finanzieren. Die Bundesbürger arbeiten deshalb länger. Laut der Deutschen Rentenversicherung womöglich noch nicht lange genug.

Die Bundesbürger arbeiten laut Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) immer länger bis zum Renteneintritt. "Im Jahr 2000 waren nur zehn Prozent der 60- bis 64-Jährigen rentenversicherungspflichtig beschäftigt. Aktuell sind es 42 Prozent, also fast jeder Zweite", sagte DRV-Präsidentin Gundula Roßbach der "Bild"-Zeitung. Insgesamt sei die durchschnittliche Versicherungszeit seit den 2000er-Jahren um vier Jahre gestiegen.

Roßbach sprach sich zudem für eine Debatte über ein späteres Renteneintrittsalter nach 2031 aus: Die Politik müsse die Entwicklung in der kommenden Legislaturperiode "gut beobachten", sagte sie der Zeitung. "Das Umlageverfahren hat sich in den vielen Krisen in der Vergangenheit als sehr anpassungsfähig erwiesen und in der Tat müssen künftige gesellschaftliche Entwicklungen zu Anpassungen führen", betonte sie.

Die Frage nach dem Renteneintrittsalter nach 2031 könne aber nicht losgelöst von anderen Parametern wie beispielsweise der Gesundheit beantwortet werden. "Die Politik muss sich mit diesen Themen in den kommenden vier Jahren beschäftigen - wichtig wäre es, dass das im Konsens der politischen Parteien geschieht. Denn die Alterssicherung betrifft viele Millionen Menschen in unserem Land", forderte die DRV-Präsidentin.

Quelle: ntv.de, can/AFP

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