Wirtschaft

Neue Zahlen zur Corona-Krise Deutscher Außenhandel mit China bricht ein

Am Containerhafen in Duisburg Ruhrort werden Container verladen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Fast ein Zehntel weniger wird im Februar nach China exportiert.

(Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild)

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise schlagen sich erstmals in den Außenhandelszahlen Deutschlands nieder. Bisher ist nur der Handel mit China betroffen, der im Februar einen deutlichen Dämpfer erhält. Aber erst die Daten für März dürften das ganze Ausmaß des Schadens verdeutlichen.

Erste Effekte der Coronavirus-Pandemie schlagen sich bereits im Außenhandel Deutschlands nieder. Die deutschen Exporte in die anfangs besonders betroffene Volksrepublik China sind im Februar kräftig gesunken. Sie fielen um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 6,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Importe aus China sanken noch stärker, nämlich um zwölf Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. China ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner Deutschlands.

Insgesamt exportierten die deutschen Unternehmen im Februar Waren im Wert von 109,3 Milliarden Euro in die Welt. Das ist ein leichter Anstieg von 0,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Kalender- und saisonbereinigt kletterten die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat Januar um 1,3 Prozent, während die Importe um 1,6 Prozent fielen.

Die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) legten im Februar - vor der Eskalation der Corona-Krise in Europa - hingegen um 0,8 Prozent zu im Vergleich zum Februar 2019. Es wurden Waren im Wert von 58,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 49,2 Milliarden Euro von dort importiert. Allerdings ging der Export in die Eurozonen-Staaten um 1,3 Prozent zurück, während die Ausfuhren in alle übrigen EU-Staaten um 6,2 Prozent zulegten. Letztere machen allerdings weniger als ein Drittel der EU-Exporte Deutschlands aus.

Die Coronavirus-Krise dürfte allerdings bei der exportlastigen Wirtschaft im März und im April für einen massiven Einbruch gesorgt haben, womit wohl erst die Zahlen für diese Monate das Ausmaß des Schadens zeigen. Die gesamte deutsche Wirtschaft steht 2020 vor einer tiefen Rezession. Nach der Prognose führender Wirtschaftsforscher wird die Wirtschaftsleistung Deutschlands in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen.

Quelle: ntv.de, kst/rts