Wirtschaft

Nach Singapur und Südkorea Deutschland bei Industrie-Robotern vorne

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Vor allem wegen der Autoindustrie legten Industrie-Roboter um 26 Prozent zu.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland kann mit einer der größten Roboterdichten weltweit aufwarten. Im vergangenen Jahr kommen auf 10.000 Arbeitnehmer 338 Einheiten. Damit landet die Bundesrepublik im internationalen Vergleich sogar auf Platz drei. Besonders eine Industrie kurbelte den Absatz der Roboter an.

Deutschland zählt nach Angaben des Branchenverbandes IFR zu den Volkswirtschaften mit einer der größten Roboterdichten weltweit. Im vergangenen Jahr kamen auf 10.000 Arbeitnehmer 338 Einheiten, wie die International Federation of Robotics (IFR) mitteilte. Nach Singapur (831 Einheiten) und Südkorea (774) rangiere die Bundesrepublik damit auf Platz drei.

Die Zahl der verkauften Industrie-Roboter stieg in Deutschland um 26 Prozent auf den Rekordwert von fast 27.000 Einheiten, angetrieben vor allem von der Nachfrage aus der Autoindustrie. Weltweit legte der Absatz den Angaben zufolge um 6 Prozent auf 422.000 Einheiten zu. "Wir haben 2018 weltweit eine dynamische Entwicklung mit neuem Umsatzrekord gesehen, auch wenn die Haupt-Roboterkunden - die Automobil- und Elektronikindustrie - ein schwieriges Jahr hatten", erläuterte IFR-Präsident Junji Tsuda laut Mitteilung. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sorge für Verunsicherung - die Kunden neigten dazu, Investitionen zu verschieben.

Für das laufende Jahr erwartet der Branchenverband weltweit eine Wachstumspause. Von 2020 bis 2022 rechnet er aber mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 12 Prozent pro Jahr. Der anhaltende Automatisierungstrend und die weiteren technischen Verbesserungen würden zu einem zweistelligen Wachstum führen - mit einem Absatz von schätzungsweise rund 584.000 Einheiten im Jahr 2022.

Quelle: ntv.de, aeh/dpa