Wirtschaft

Nur Pils ist noch beliebter Die Deutschen trinken immer mehr Helles

imago93237943h.jpg

Ende des 19. Jahrhunderts begannen bayrische Brauereien, das Bier zu brauen, das man heute als Helles kennt.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Das milde, vollmundige Helle hat bei bayrischen Brauereien eine lange Tradition. Inzwischen erfreut sich das untergärig gebraute Bier auch jenseits des Weißwurstäquators wachsender Beliebtheit. Bei anderen Biersorten ist die Nachfrage dagegen rückläufig.

Deutsche Biertrinker steigen immer öfter auf die Biersorte Helles um. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine aktuelle Analyse der Marktforscher von Nielsen berichtet, kauften die Deutschen in den ersten sechs Monaten des Jahres knapp 2,1 Millionen Hektoliter Helles.

Das entspricht einem Anstieg von fast vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt konsumieren die Deutschen allerdings immer weniger Bier.

Nur die Biersorte Pils wird dem Bericht zufolge noch häufiger getrunken als Helles. Der große Verlierer auf dem Biermarkt ist demnach das Weizenbier. Dort sinken die Verkaufszahlen bereits seit 2010, wie die Zeitung unter Berufung auf einen Biermarktexperten bei Nielsen schreibt.

Insgesamt ist der Gesamtmarkt für Bier demnach weiter rückläufig. Im Schnitt kaufte jeder Deutsche im ersten Halbjahr 2019 rund 36 Liter Bier und Biermixgetränke. Das sind zwei 0,33-Liter-Flaschen weniger als ein Jahr zuvor.

Trotzdem haben sich die jährlichen Ausgaben der Deutschen für Bier leicht von 3,87 auf 3,9 Milliarden Euro erhöht. Der Grund ist der höhere Preis für Helles: Während Pils im Schnitt 1,26 Euro kostet, verlangt der Handel für Helles durchschnittlich 1,57 Euro.

Quelle: n-tv.de, ino/AFP

Mehr zum Thema