Wirtschaft

Dachser-Chef Burkhard Eling "Die Logistik wird teurer, und die Produkte werden teurer"

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Die Kosten für Treibstoff, Strom, Maut und Holzpaletten sind gestiegen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Geschlossene Häfen, abbrechende Lieferketten, hohe Energiekosten - die Logistik steht im Zentrum der aktuellen Krisen. Burkhard Eling, Chef der Dachser-Gruppe, erzählt im Podcast, was das für den Transport bedeutet und ob die Weihnachtsgeschenke pünktlich ankommen.

Lange galten für die Logistik vor allem zwei Kriterien: Die Ware musste möglichst schnell und möglichst billig transportiert werden. Seit aber die Pandemie und Russlands Krieg gegen die Ukraine die Lieferketten durcheinander wirbeln, wird die Frage, wie sicher die Lieferung überhaupt ankommt, immer wichtiger. "Es galt als selbstverständlich, dass Logistik immer funktioniert", sagt Burkhard Eling, Chef des Dienstleisters Dachser, im Podcast "Die Stunde Null". "Das hat man in den letzten zwei Jahren revidieren müssen."

Nun werden Produkte regionaler bezogen, und es werden mehr Lager aufgebaut, ein Prozess, der auch bei Dachser das Geschäft verändert. "Viel mehr Kunden fordern diese Analyse der Lieferketten von uns ein", sagt Eling. Zugleich werden auch die hohen Energiekosten zu einem Problem. "Im Endeffekt wird die Logistik teurer, und es werden auch die Endprodukte teurer", sagt Eling. "Wir gehen in diesem Jahr von einer Kostensteigerung von acht bis zehn Prozent aus".

Treibstoff, Strom, Mautgebühren, selbst Holzpaletten sind deutlich kostspieliger als vor einem Jahr - ein Effekt, der weitgehend an die Kunden weitergegeben wird. Dachser, ein Konzern mit mehr als sieben Milliarden Euro Jahresumsatz und über 31.000 Mitarbeitern, arbeitet mit selbstständigen Fuhrunternehmern zusammen - auch die müssen ihre Kosten weiterreichen.

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Hören Sie in der neuen Folge von "Die Stunde Null"

  • Warum Burkhard Eling die letzten zwei Jahre so spannend fand
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Quelle: ntv.de

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