Wirtschaft

Grundversorgung besonders teuer Die Strompreise steigen weiter

109123205.jpg

Experten meinen: Privathaushalte könnten künftig noch mehr für Strom bezahlen.

(Foto: picture alliance/dpa)

1468 Euro im Jahr muss eine vierköpfige Familie derzeit durchschnittlich für Strom berappen. Das sind 31 Euro mehr als noch zu Jahresbeginn. Experten gehen davon aus, dass die Preise noch weiter anziehen werden.

Der Anstieg der Strompreise für die privaten Verbraucher in Deutschland hat sich in den vergangenen Monaten fortgesetzt. Nach Berechnungen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check24 ist der durchschnittliche Preis im ersten Halbjahr um zwei Prozent gestiegen.

Eine vierköpfige Familie mit einem Verbrauch von 5000 Kilowattstunden im Jahr müsse bei den momentanen Preisen 1468 Euro im Jahr für ihren Strom zahlen, 31 Euro mehr als zu Jahresbeginn. "Jeden Monat wird Strom für Verbraucher ein bisschen teurer. Ein Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht", sagte Check24-Energie-Experte Oliver Bohr.

Auf breiter Front seien die Grundversorgungstarife beim örtlichen Anbieter gestiegen. Drei Viertel der mehr als 800 Anbieter in Deutschland hätten die Preise in der Grundversorgung angehoben - im Schnitt um 5 Prozent. Davon waren laut Check24 rund 8 Millionen Haushalte betroffen.

In der Grundversorgung sind die Strompreise besonders hoch. Nach Angaben der Bundesnetzagentur hatten 2017 noch rund 28 Prozent der Haushalte solch einen teuren Vertrag. Auch das Statistische Bundesamt hatte über steigende Strompreise berichtet. Im Mai war Haushaltsstrom demnach 3,2 Prozent teurer als im gleichen Monat des vergangenen Jahres.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

Mehr zum Thema