Wirtschaft

Lufthansa-Vorstand über BER "Ding wird abgerissen und neu gebaut"

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Werden überhaupt jemals Koffer auf diesen Kofferbändern im BER liegen?

(Foto: REUTERS)

Dass der BER niemals seine Pforten öffnen wird, glauben inzwischen nicht nur so einige Berliner, große Zweifel hat auch Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks. Einem Bericht zufolge stellt er sich schon auf einen Abriss ein.

Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks glaubt offenbar nicht mehr daran, dass der neue Hauptstadtflughafen BER 2020 eröffnet wird. "Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut", sagte Dirks am Freitag vor Managern beim "Unternehmertag am Tegernsee", wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" online schreibt.

Ursprünglich hatte der BER im Juni 2012 an den Start gehen sollen. Insgesamt sechs Mal wurde die Eröffnung verschoben – zuletzt im vergangenen Dezember. Die Verzögerung stellt die Lufthansa vor das Problem, dass ihre Ausstattung im künftigen BER inzwischen teilweise überholt ist. "Es war ja alles fertig zum ersten Eröffnungstermin, unsere Schalter, das Mobiliar", sagte Dirks dem Bericht zufolge.

Inzwischen habe die Lufthansa etwa ihr Logo verändert, hieß es. Das müsse in Berlin nun alles umgebaut werden, so der Lufthansa-Vorstand weiter. "Ich weiß nicht, wie das gehen soll", zitiert ihn die FAZ.

Solche Probleme hat nicht nur die Lufthansa. Im Hauptterminal müssen 750 Monitore für die Fluggastinformation ausgetauscht werden. Die Bildschirme seien sechs Jahre lang mit der allgemeinen Stromversorgung in dem Gebäude mitgelaufen, die meisten hätten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, hatte Flughafensprecher Hannes Stefan Hönemann am Donnerstag erklärt. Die Austauschaktion soll rund eine halbe Million Euro kosten.

Quelle: ntv.de, hul

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