Wirtschaft

Unerlaubt Anleihen gekauft? EZB prüft Verfahren gegen Deutsche Bank

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Die Deutsche Bank soll unerlaubt sogenannte Nachranganleihen gekauft haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Deutsche Bank soll eigene Anleihen zurückgekauft haben, obwohl die Europäische Zentralbank dies zuvor nicht genehmigt hatte. Nun droht dem Konzern ein Verfahren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" die Eröffnung eines Verfahrens gegen die Deutsche Bank. Demnach hat das größte deutsche Geldhaus zwischen 2014 und 2017 unerlaubt eigene Anleihen zurückgekauft. Hierbei handele es sich um sogenannte Nachranganleihen.

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Die Deutsche Bank habe Ende 2014 - mehrere Monate nach Beginn des Handels - bei der EZB um die Genehmigung der Geschäfte gebeten. Doch die Aufseher hätten diesen Antrag 2015 abgelehnt und angeordnet, die bereits begonnenen Rückkaufgeschäfte sofort einzustellen. Über diese Anordnung habe sich die Deutsche Bank hinweggesetzt und mit dreistelligen Millionenbeträge eigene Anleihen erworben.

Erst im Jahr 2017 habe die EZB schließlich die Genehmigung erteilt, die aber nicht rückwirkend gegolten habe. Weitere zwei Jahre später prüft laut der "Süddeutschen Zeitung" die Aufsicht nun die Eröffnung des Verfahrens. Verantwortlich für die Missachtung der behördlichen Anordnung sollen unter anderem der damalige Chef-Treasurer Alexander von zur Muehlen gewesen sein, heute Strategiechef der Bank, sowie der damalige Co-Investmentbanking-Chef des Instituts. Weder die Deutsche Bank noch die EZB waren für Stellungnahmen zu dem Artikel erreichbar.

Quelle: n-tv.de, ame/DJ