Wirtschaft

Behörde warnt vor Fehlfunktion Eine Million Tesla brauchen Software-Update

Das Logo auf der nassen Motorhaube eines roten Tesla.

Das Problem bei Tesla soll mit einem Software-Update behoben werden.

(Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dp)

Der E-Autobauer Tesla hat in diesem Jahr bereits mehrere Rückrufaktionen starten müssen. Nun wird ein weiteres Software-Update bei über einer Million Tesla in den USA fällig. Der Grund: Autoinsassen laufen Gefahr, sich durch das automatisierte Schließsystem der Fenster die Finger einzuklemmen.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla muss in den USA bei fast 1,1 Millionen Fahrzeugen wegen Sicherheitsbedenken ein Software-Update aufspielen. Die Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) verwies auf eine Fehlfunktion bei mehreren Tesla-Modellen beim automatisierten Schließsystem der Fenster. Autoinsassen laufen demnach Gefahr, sich die Finger einzuklemmen.

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Tesla-Fahrzeuge verfügen über ein Sensorsystem, das automatisch Widerstände erkennen und das Schließen der Fenster stoppen soll. Bei einigen Fahrzeugen der Modelle 3, Y, S und X würden Widerstände jedoch nicht immer zuverlässig erkannt, warnte die NHTSA. Tesla erklärte, das Unternehmen habe bislang keine Kenntnis von Unfällen oder Verletzungen durch die Fehlfunktion.

Das Problem soll nun mit einem Software-Update behoben werden. Betroffene Autobesitzer werden darüber ab dem 15. November benachrichtigt. Tesla hatte in diesem Jahr bereits mehrere derartige Rückrufaktionen in den USA starten müssen. Lange Zeit hatte das Unternehmen Software-Updates ausgeführt, ohne die Halter oder die Aufsichtsbehörden darüber zu informieren.

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Die NHTSA hatte im Juni ihre Untersuchung einer Reihe von Unfällen ausgeweitet, bei denen Tesla-Fahrzeuge, die den Autopiloten nutzen, mit Rettungsfahrzeugen zusammenstießen, die wegen eines Notfalls auf der Straße angehalten hatten. Tesla-Chef Musk hatte erst kürzlich gesagt, wie wichtig selbstfahrende Autos für sein Unternehmen sind. Ohne Autopiloten tendiere der Wert von Tesla "gegen null".

In der Vergangenheit hatten immer wieder Unfälle von Teslas mit Autopilot für Schlagzeilen gesorgt. Laut einem im Juni veröffentlichten Bericht der US-Verkehrsbehörde NHTSA waren von Autopiloten gesteuerte Teslas binnen eines Jahres an 273 Unfällen in den USA beteiligt.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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