Wirtschaft

Prognose bestätigt Eon geht von schneller Erholung aus

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Eon rechnet mit einer schnellen Erholung der wirtschaftlichen Lage.

(Foto: imago images/Rene Traut)

Auch in der Krise erweist sich das Energiegeschäft bei Eon als vergleichsweise robust. Zwar geht die Corona-Pandemie auch an den Essenern nicht spurlos vorbei. Doch nachhaltige Folgen auf das eigene Geschäft sieht der Konzern nicht. Gleiches gilt für die Dividende.

Der Energiekonzern Eon rechnet nach Einbußen in den ersten neun Monaten im Zuge der Corona-Krise durch die aktuellen Lockdown-Maßnahmen nicht mehr mit größeren Belastungen für das Ergebnis 2020. "Das Geschäft mit Energienetzen und Kundenlösungen zeigt in der Covid-19-Pandemie seine Stärke", teilte der Konzern mit und bestätigte die im August gesenkte Prognose. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte in den ersten neun Monaten um rund 300 Millionen Euro auf 2,7 Milliarden Euro. Der bereinigte Überschuss sank auf 1,1 Milliarden Euro nach zuvor 1,3 Milliarden.

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Die Märkte würden sich schneller erholen als erwartet, erklärte der Konzern. "Die Folgen der Pandemie konnten und können wir durch rechtzeitige und vorausschauende Maßnahmen begrenzen", betonte Finanzchef Marc Spieker. Die nachhaltigen Auswirkungen fielen daher nur moderat aus. "Das bestärkt uns darin, sowohl unsere mittelfristigen Ziele als auch unsere Dividendenpolitik in vollem Umfang zu bestätigen." Vor allem die Äußerungen zur Dividende kamen in ersten Marktreaktionen gut an.

Das Netzgeschäft erwirtschaftete in den ersten neun Monaten operativ 2,3 Milliarden Euro - neun Prozent weniger als nach dem Pro-forma-Ergebnis im Vorjahreszeitraum. Das Geschäft mit Kundenlösungen schloss mit 378 Millionen Euro zehn Prozent unter Vorjahr ab. "Hier konnten deutliche operative Verbesserungen, vor allem in Großbritannien, die Effekte des wärmsten Jahresbeginns seit Beginn der Wetteraufzeichnung und der Pandemie nicht vollständig kompensieren", hieß es.

Die Innogy-Transaktion sei abgeschlossen, und es bleibe bei den erwarteten Synergieeffekten von 740 Millionen Euro ab 2022 und 780 Millionen Euro ab 2024, kündigte Eon an. Die Essener hatten mit Konkurrent RWE die RWE-Tochter Innogy zerschlagen. Eon übernahm das Vertriebs- und Netzgeschäft von Innogy. RWE bekam das Ökostromgeschäft seiner Tochter und das von Eon.

Eon geht für das Geschäftsjahr 2020 von einem bereinigten Ebit in der Bandbreite von 3,6 Milliarden bis 3,8 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernüberschuss von 1,5 Milliarden bis 1,7 Milliarden Euro aus.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ