Wirtschaft

Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe Erholung am US-Jobmarkt gerät ins Stocken

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Viele Menschen sind auf Lebensmittelausgaben angewiesen, wie hier im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während die Corona-Infektionen in den USA steigen, schießen auch kurz vor der Wahl die Erwerbslosenzahlen wieder in die Höhe. Allein in der vergangenen Woche melden sich 898.000 Menschen neu arbeitslos. Experten hoffen nun auf ein Hilfspaket - doch das kann dauern.

In den USA ist die Zahl der Arbeitslosenmeldungen wieder deutlich angestiegen. Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, meldeten sich in der vergangenen Woche 898.000 Menschen neu arbeitslos. Das waren 53.000 Erstmeldungen mehr als in der Vorwoche, als 845.000 neue Anträge auf Arbeitslosengeld registriert worden waren.

Die neuen Zahlen zeigen, wie holprig die wirtschaftliche Erholung in der Corona-Krise verläuft. Die Arbeitslosigkeit in den USA war im Frühjahr steil angestiegen, nach der Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen ging sie jedoch allmählich wieder zurück. Zwar verlieren nach wie vor Woche für Woche Hunderttausende Menschen ihren Job; zugleich wird in vielen Branchen wieder eingestellt. Die Arbeitslosenquote sinkt deswegen seit Monaten. Sie lag zuletzt bei 6,8 Prozent.

Hoffnung auf Hilfspaket schwindet

Experten halten ein neues Hilfspaket für die gebeutelte Wirtschaft für dringend notwendig. Die Regierung von Präsident Donald Trump und die oppositionellen Demokraten streiten aber schon seit Monaten über ein neues Konjunkturprogramm. Trump erklärte die Gespräche vergangene Woche für geplatzt, vollzog dann aber eine Kehrtwende. Bislang zeichnet sich allerdings keine Einigung ab, die Aussichten auf ein Hilfspaket vor der Präsidentschaftswahl am 3. November schwinden.

Zugleich steigt derzeit die Zahl der Corona-Infektionen in den USA wieder deutlich an. In dem Land wurden bereits mehr als 7,9 Millionen Infektionen bestätigt, mehr als 216.000 Menschen starben. Das sind die höchsten Zahlen weltweit. US-Experten zeigen sich besorgt, dass es nicht gelingt, die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle zu bekommen - zumal die Grippesaison beginnt.

Quelle: ntv.de, can/AFP