Wirtschaft

Kurioser Lufthansa-Triumph Eurowings mietet Laudamotion-Jets zurück

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Acht der gerade erst von Laudamotion angemieteten A320-Jets fliegen ab Sonntag für die Lufthansa-Tochter Eurowings.

(Foto: dpa)

Niki Lauda schnappt der Lufthansa den Ferienflieger Niki weg und verbündet sich mit Ryanair. Nun soll ein Teil der Flotte samt Besatzung doch für den Konkurrenten starten: Die Lufthansa mietet sie für ihre Tochter Eurowings zurück.

Unmittelbar vor Beginn des Sommerflugplans hat sich der Lufthansa-Konzern Flugkapazitäten der österreichischen Airline Laudamotion gesichert. Die Gesellschaft des Ex-Rennfahrers Niki Lauda schickt ab Sonntag acht ihrer gerade erst angemieteten Airbus A320-Jets im Auftrag der Lufthansa-Tochter Eurowings in den Himmel. Die Vereinbarung gelte zunächst bis Ende Mai, teilten beide Seiten mit. Über eine Fortsetzung werde man in den kommenden Wochen verhandeln.

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Die Abmachung sichert der Eurowings auf ihrem Wachstumskurs dringend benötigte Sitzplatz-Kapazitäten und lastet gleichzeitig die Lauda-Flugzeuge und Crews aus, die sonst hohe Kosten verursacht hätten. Die Lauda-Maschinen sollen dem Fachblatt "fvw" zufolge von Düsseldorf, Wien und Palma starten. Die Flüge erhalten Eurowings-Flugnummern und gehen auf das unternehmerische Risiko der Lufthansa-Tochter.

Laudamotion ist die Nachfolgegesellschaft der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki, die der Lufthansa-Konzern auf Druck der EU-Wettbewerbshüter selbst nicht übernehmen durfte. Lauda hatte die insolvente Airline zunächst für knapp 50 Millionen Euro alleine erworben, sich dann aber in dieser Woche überraschend mit dem Lufthansa-Rivalen Ryanair verbündet, die zunächst eine 24,9-Prozent-Minderheit übernahm.

Ryanair bald für Lufthansa unterwegs?

Die Iren wollen perspektivisch 75 Prozent an der Laudamotion übernehmen, die über attraktive Start- und Landerechte an deutschen Flughäfen verfügt. Andere Laudamotion-Flüge werden über die Condor vermarktet.

Kurioserweise gehören die nun von Lauda angemieteten Jets bereits dem Lufthansa-Konzern. Dieser hatte die Flugzeuge im Laufe der Air-Berlin-Pleite bereits vorab erworben und musste sie auf Druck der EU-Kommission zu marktüblichen Miet-Konditionen an die Niki-Nachfolgegesellschaft übergeben. Für den Betrieb werden die Jets dann samt Besatzungen von der Laudamotion zurückgemietet, die demnächst vom Erzrivalen Ryanair beherrscht werden wird.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa

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