Wirtschaft

Keine Fahrpläne mehr Ex-Bahn-Chef Grube wird Investmentbanker

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(Foto: picture alliance / Rainer Jensen)

Er war bei Airbus, Dasa, Daimler und der Deutschen Bahn. Nun zieht es Rüdiger Grube in ein anderes Metier: Der 65-Jährige wird einer der Deutschland-Chefs der US-Investmentbank Lazard, 1848 gegründet und milliardenschwer.

Der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, tritt einen neuen Job bei der US-Investmentbank Lazard an. Der deutsche Manager soll sich künftig in leitender Funktion um das Investmentbanking des Wall-Street-Hauses in Deutschland kümmern. Einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts" bestätigten Unternehmenskreise.

Grube soll demnach gemeinsam mit den beiden Deutschlandchefs des Geldhauses, Ken Oliver Fritz und Eric Fellhauer, wichtige Klienten betreuen. Doch auch international setze die Bank auf die langjährige Erfahrung und das weit verzweigte Kontaktnetz des 65-Jährigen.

Von Airbus bis Bahn

Grubes Karriere begann Ende der 1980er Jahre bei den Flugzeugbauern Airbus und Dasa. Nachdem er ab 1996 mit kurzer Unterbrechung hochrangige Posten bei Daimler bekleidete, stand er von Mai 2009 bis Anfang 2017 an der Spitze der Deutschen Bahn. Im Juni wurde Grube zum Aufsichtsratschef der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gewählt.

Das 1848 gegründete US-Geldhaus Lazard ist mit Niederlassungen in 27 Ländern und rund 194 Milliarden Dollar an verwalteten Kundengeldern einer der ältesten und größten Namen im internationalen Investmentbanking. In Deutschland ist das Unternehmen seit 1988 präsent und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Zuletzt beriet Lazard die Restaurantkette Vapiano bei ihrem deutschen Börsengang.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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