Wirtschaft

Zukunft der Sparte offen Finnen greifen nach Thyssenkrupp-Aufzügen

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Der finnische Konzern Kone blättert wohl bis zu 17 Milliarden Euro für die Sparte des Konkurrenten Thyssenkrupp hin.

(Foto: REUTERS)

Der angeschlagene Industriekonzern Thyssenkrupp will seine Sparte für Fahrstühle und Rolltreppen versilbern. Denkbar sind ein Börsengang aber auch der Verkauf. Aus der Reihe der Bieter hat nun ein Konkurrent die Hand gehoben - und das Preisschild gezeigt.

Der finnische Kone-Konzern mischt im Rennen um die Aufzugsparte von Thyssenkrupp mit. Das Unternehmen bestätigte, ein Angebot für das Geschäft eingereicht zu haben. Kone reagierte mit der Mitteilung auf Berichte, nach denen die Finnen 17 Milliarden Euro für das Thyssen-Segment bieten. Laut Kone liegt der Wert des Angebots nah an der in den Medien kursierenden Zahl.

Das Angebot basiere auf bestimmten Annahmen über das Geschäft, so der finnische Aufzughersteller. Die Gespräche mit Thyssenkrupp seien nicht exklusiv, es gebe keine Gewissheit, dass die Verhandlungen zu einer Vereinbarung führten. Zuvor hatten Bloomberg und Reuters unter Berufung auf Kreise berichtet, dass Kone die Offerten der konkurrierenden Finanzinvestoren um 1 Milliarde Euro überbieten wolle. Thyssenkrupp wollte sich zu den Berichten nicht äußern.

Thyssenkrupp hatte früheren Angaben von Insidern zufolge zudem drei Konsortien aus Finanzinvestoren in die engere Wahl für die Sparte genommen. Neben einem Konsortium aus den Finanzinvestoren Advent und Cinven, das von der Essener RAG-Stiftung unterstützt wird, sei eine weitere Gruppe um Carlyle und Blackstone noch im Rennen, hatten Insider vergangene Woche gesagt. Dies gelte auch für ein drittes Konsortium um den Investor Brookfield.

Der kriselnde Thyssenkrupp-Konzern hat seine Aufzugssparte ins Schaufenster gestellt. Der Essener Konzern fährt offiziell aber noch zweigleisig und prüft neben einen Verkauf auch einen Börsengang der Sparte. Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz muss sich auch bei der Hauptversammlung des Konzerns auf bohrende Fragen zur Zukunft des Geschäfts einstellen. Die Aktionäre kommen am Freitag in Bochum zusammen.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/rts