Millionen zusätzliche PassagiereFlughafen Frankfurt weiht neues Terminal ein

Für rund vier Milliarden Euro entsteht am Flughafen Frankfurt ein neues Terminal. Dort sollen zukünftig jedes Jahr rund 19 Millionen Fluggäste abgefertigt werden. Zudem ist noch ein weiterer Ausbau möglich.
Mit einem Festakt hat am Frankfurter Flughafen die Betreibergesellschaft Fraport ein neues Passagierterminal eröffnet. Es ist für die Abfertigung von rund 19 Millionen Passagieren im Jahr ausgelegt und könnte theoretisch auf 25 Millionen Fluggäste ausgebaut werden. Das entspricht der Leistungsfähigkeit des viertgrößten deutschen Flughafens in Düsseldorf.
Der MDax-Konzern Fraport hat rund vier Milliarden Euro in das Terminal 3 im Süden des größten deutschen Flughafens investiert. Geplant waren beim Spatenstich vor gut zehn Jahren zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro sowie eine Eröffnung bereits im Jahr 2022.
Der Bau hat sich vor allem wegen der Covid-Pandemie verzögert. Als erste Flugzeuge werden am Donnerstag Maschinen chinesischer Airlines erwartet.
Mit der möglichen Erweiterung des T3 um einen weiteren Flugsteig wäre das Ende des genehmigten Ausbaus am größten deutschen Flughafen erreicht. 2025 haben rund 63 Millionen Menschen die gut 460.000 Starts und Landungen genutzt. Möglich sind mit dem bestehenden System laut Planfeststellung gut 700.000 Bewegungen, sodass noch eine erhebliche Reserve vorhanden ist. Auch zur Eröffnung des T3 regte sich in der Region Protest gegen Lärm und Umweltbelastungen.
Aktuell hält Fraport trotz des Iran-Kriegs an seiner Passagierprognose für das laufende Jahr fest. Das Terminal komme zum richtigen Zeitpunkt. "Wir gehen weiter davon aus, dass wir unser Jahresziel von 65 bis 66 Millionen Passagieren, rund vier Prozent mehr als 2025, erreichen", sagte Flughafen-Chef Stefan Schulte am Dienstag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Der Flughafenverband ADV feiert den Neubau als Meilenstein für den Standort Deutschland. "Mit dem neuen Terminal 3 gewinnt der Wirtschaftsstandort Deutschland eine hochleistungsfähige Infrastruktur, die langfristig die internationale Anbindung Deutschlands an die internationalen Verkehrsströme sicherstellt", erklärt Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.