Wirtschaft

Wichtige Konjunkturstütze Forscher erwarten exzellentes Konsumjahr

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Verbraucher werden auch 2018 auf ausgedehnte Shoppingtouren gehen.

(Foto: imago stock&people)

Ein stabiler Arbeitsmarkt sorgt in weiten Teilen der Bevölkerung weiter für Lust am Geldausgeben. Die Stimmung könnte sich sogar noch ein Stück verbessern, denn Verbraucher rechnen mit steigenden Einkommen.

Bei den Verbrauchern in Deutschland herrscht auch zum Jahresende Hochstimmung. Sowohl die Konjunkturerwartung als auch die Einkommenserwartung legten im Dezember zu, wie die Marktforscher der GfK mitteilten. Bei der Anschaffungsneigung gab es geringe Einbußen. Das von der GfK prognostizierte Konsumklima legte leicht um 0,1 Zähler auf 10,8 Punkte zu.

"Dies sind exzellente Voraussetzungen für ein überaus erfolgreiches Konsumjahr 2018", erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Die Binnenkonjunktur wird auch künftig eine wichtige Säule der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sein." Zudem signalisiere die aktuelle Entwicklung, dass die gescheiterten Jamaika-Sondierungen im November die Konsumstimmung nicht negativ beeinflussten.

Die Konsumenten sähen die deutsche Wirtschaft "derzeit in einem kräftigen Aufschwung. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung legten zu, während die Anschaffungsneigung geringe Einbußen hinnehmen müsse.  Risiken vor allem aus dem Ausland

Glaube an anhaltenden Aufschwung

Die von der GfK ermittelte Konjunkturerwartung stieg um 0,9 Zähler auf 45,2 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2014. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres bedeutete dies zudem ein sattes Plus von 28 Zählern. "Die Konjunkturaussichten der Verbraucher verbessern sich kontinuierlich", betonten die Konsumforscher der GfK. Die Konsumenten seien überzeugt, dass sich der kräftige Aufschwung auch im kommenden Jahr fortsetze. Grund für diesen großen Optimismus biete die exzellente Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes.

Nach einer kurzen Schwächephase legte auch die Einkommenserwartung wieder kräftig zu. Der entsprechende Index stieg um 6,4 Zähler auf 54,3 Punkte. Trotz eines kleinen Minus von 1,4 Zählern blieb der Index für die Anschaffungsneigung mit 57,1 Punkten auf einem sehr hohen Niveau. Stabile Beschäftigungsverhältnisse sorgten dafür, dass der Großteil der Arbeitnehmer keine Angst um den eigenen Job haben müsse, hieß es zur Begründung. Die Einkommensaussichten profitierten zudem von dem moderaten Preisklima.

Bürkl warnte aber, es blieben "gewisse Risiken für das Konsumklima, vor allem aus dem Ausland". Der schleppende Verlauf der Brexit-Verhandlungen, die künftige Ausgestaltung der US-Handelspolitik mit möglichen protektionistischen Tendenzen sowie die Spannungen mit Nordkorea könnten die Konsumstimmung nach der Befürchtung des GfK-Experten künftig beeinträchtigen.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP/DJ