Wirtschaft

Flughäfen unter deutscher Führung Fraport investiert in Griechenland

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Komplexe Aufgabe: Fraport übernimmt den Betrieb einer Reihe griechischer Regionalflughäfen.

(Foto: REUTERS)

Der dreht sich: Nach langem Zögern gibt die griechische Regierung grünes Licht für den Verkauf von mehr als einem Dutzend Regionalflughäfen von Thessaloniki über Mykonos bis Kreta.

Griechenland kommt offenbar bei den seit Jahren geplanten Privatisierungsvorhaben voran: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport bekam nach langem Zögern der linksgeführten Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras den Zuschlag für 14 griechische Regionalflughäfen.

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Die entsprechende Entscheidung der Regierung wurde am Morgen bekannt. Der Gesamtkaufpreis für die Betreiberkonzessionen liegt demnach jenseits der Milliardengrenze: Die Privatisierung der 14 Regionalflughäfen bringt der Athener Staatskasse 1,234 Milliarden Euro ein.

Es ist eine der größten Privatinvestitionen seit Ausbruch der Finanzkrise in dem hoch verschuldeten Land vor gut fünf Jahren, hieß es aus Kreisen des griechischen Privatisierungsfonds TAIPED, der mit dem gewinnbringenden Verkauf von griechischem Staatseigentum betraut ist.

Partner in Griechenland

Schon im November 2014 hatten sich die Deutschen im Verbund mit ihrem griechischen Partner Copelouzos fast am Ziel gewähnt, als ihnen gegen starke internationale Konkurrenz der Zuschlag erteilt wurde. Die neue Regierung hatte nach ihrem Wahlsieg im Januar aber alles vorläufig gestoppt und wollte die Vergabe nochmals überprüfen.

Unter den Flughäfen, die die Fraport AG nun übernehmen kann, sind unter anderem die Anlagen auf der Jet-Set-Insel Mykonos, der Kraterinsel Santorini sowie auf Skiathos und den auch bei Pauschalreisenden beliebten Reisezielen Rhodos, Korfu und Kos. Betreiben wird Fraport damit künftig auch den im Westen der größten griechischen Insel liegenden Flughafen Chania auf Kreta. Das von Fraport mehrheitlich geführte Konsortium übernimmt zudem auch den Flughafen der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa