Wirtschaft

Passagiere warten, Gewinn steigt Fraport profitiert vom Luftfahrtboom

Der Frankfurter Flughafen platzt aus allen Nähten. Für die Reisenden bedeutet das längere Wartezeiten, für den Betreiber mehr Umsatz und Gewinn. Doch nicht nur in Frankfurt, unter anderem auch in Griechenland läuft das Geschäft für Fraport bestens.

Der Umsatz des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport ist wegen des stetig wachsenden Fluggastaufkommens abgehoben. Im ersten Halbjahr seien die Erlöse um 13 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Dazu trug auch das internationale Geschäft mit Fraport Greece und den Gesellschaften in Brasilien bei. Das Betriebsergebnis kletterte - belastet von gestiegenen Personalkosten - um zehn Prozent auf rund 461 Millionen Euro.

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"Das anhaltende Wachstum unterstreicht die Attraktivität des Flughafens Frankfurt. Es stellt uns alle aber auch vor große Herausforderungen", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Der Airport stößt an seine Grenzen. Passagiere kennen lange Schlangen und Wartezeiten, weswegen Fraport unter Hochdruck am Bau des Terminal 3 und der vorzeitigen Eröffnung eines neues Flugsteigs arbeitet.

Nach dem hohen Passagierplus von Januar bis Juni rechnet Fraport nun damit, dass im Gesamtjahr mehr als 69 Millionen (bisher 68,5 Millionen) Fluggäste den größten deutschen Flughafen nutzen. Das wäre ein erneuter Rekord. Im vergangenen Jahr flogen mit 64,5 Millionen so viele Menschen über Frankfurt wie noch nie zuvor. Der Airport profitiert unter anderem vom Einstieg von Ryanair.

Folgen der Sicherheitspanne unklar

Erst vor zwei Tagen hatte Fraport bekannt gegeben, die Beteiligung am Flughafen Hannover an den britischen Finanzinvestor iCon Infrastructure für knapp 110 Millionen Euro zu verkaufen. Fraport winkt daraus unter dem Strich ein Gewinn von rund 77 Millionen Euro. Der im MDax notierte Konzern rechnet deswegen damit, im Gesamtjahr die Prognosen für den Betriebsgewinn (Ebitda und Ebit) sowie das Vorsteuerergebnis und den Gewinn zu übertreffen.

Welche Auswirkungen die Sicherheitspanne am Dienstag auf das Geschäft hat, ist bisher unbekannt. Eine vierköpfige französische Familie wurde in den Sicherheitsbereich entlassen, obwohl ein Sprengstofftest angeschlagen habe. Das Hauptterminal wurde vorübergehend geräumt.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts

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