Wirtschaft

Geschäft in den USA brummt Fresenius hebt Gewinnprognose erneut an

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Konzernweit baute Fresenius seinen Umsatz im zweiten Quartal um 26 Prozent aus.

(Foto: picture alliance / dpa)

In allen Bereichen geht es aufwärts bei Fresenius: Der deutsche Gesundheitskonzern hebt daher seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr erneut an. Besonders beglückt derzeit die Tochter Kabi, die auch von einer Schwäche der US-Konkurrenz profitiert.

Der Gesundheitskonzern Fresenius setzt sich dank guter Geschäfte mit Nachahmermedikamenten in den USA bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr höhere Ziele. Trotz konjunktureller Schwankungen wachse das Unternehmen in allen Bereichen, sagte Konzernchef Ulf Schneider. "Wir blicken mit großer Zuversicht nach vorn."

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Nur langsam aufwärts geht es allerdings bei der Dialysetochter FMC, die seit Jahren unter den Einsparungen im US-Gesundheitssystem leidet. Das von FMC-Chef Rice Powell eingeleitete Sparprogramm trägt zwar erste Früchte. Aber im vergangenen Quartal steigerte das Unternehmen seinen Gewinn lediglich um drei Prozent auf 241 Millionen Dollar und blieb damit hinter den Erwartungen von Analysten zurück.

Besser als erwartet lief es im zweiten Quartal erneut bei der auf flüssige Nachahmermedikamente spezialisierten Tochter Kabi. Sie profitiert davon, dass sich die Lieferengpässe von Rivalen in den USA langsamer auflösen als prognostiziert. Zudem brachte Kabi zahlreiche neue Präparate auf den Markt. Wegen der guten Entwicklung der Sparte, die von Analysten immer besonders genau beobachtet wird, hatte Fresenius die Prognose für das Gesamtjahr bereits im April deutlich angehoben.

Bereinigter Gewinn klettert um 35 Prozent

Auch in der Krankenhaussparte Helios, die sich im vergangenen Jahr zahlreiche Häuser des Konkurrenten Rhön-Klinikum einverleibte, läuft es derzeit rund. Konzernweit baute Fresenius seinen Umsatz im zweiten Quartal deshalb um 26 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro aus. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn kletterte sogar um 35 Prozent auf 350 Millionen Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen.

Fürs Gesamtjahr peilt Fresenius nun einen um Währungseinflüsse und Sondereffekte bereinigten Gewinnanstieg von 18 bis 21 Prozent an statt wie bisher von 13 bis 16 Prozent. Der Umsatz soll um acht bis zehn (bisherige Prognose: sieben bis zehn) Prozent zulegen. Wegen der Prognoseanhebung veröffentlichte der Konzern seine Zahlen schon am Mittwochabend - und nicht wie eigentlich vorgesehen am Donnerstag.

Quelle: ntv.de, kst/rts