Wirtschaft

"Wir sind sehr zuversichtlich" Fresenius hebt Prognose an

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Fresenius liefert für das zweite Quartal solide Zahlen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das wird Anlegern derzeit nicht jeden Tag geboten: ein Konzern blickt zufrieden auf seinen Geschäftsverlauf. Der Gesundheitskonzern Fresenius gehört zu jenen Ausnahmen. Sogar die Sorgen der Dialysetochter in den USA trüben das Gesamtbild kaum.

Der Gesundheitskonzern Fresenius erhöht nach Zuwächsen im zweiten Quartal seine Umsatzprognose. Das Unternehmen aus Bad Homburg rechnet nun für 2019 mit einem währungsbereinigten Anstieg der Erlöse von vier bis sieben Prozent. Im abgelaufenen Jahresviertel erhöhte sich der währungsbereinigte Umsatz vor Sondereinflüssen um sechs Prozent auf 8,8 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Das operative Ergebnis (Ebit) sank dagegen um sieben Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Auf dem Ergebnis lasteten vor allem Entwicklungen bei der Dialysetochter FMC rund um ein Behandlungsprogramm für Nierenkranke in den USA.

"Wir blicken auf ein gutes zweites Quartal 2019 mit gesundem Wachstum aus eigener Kraft in allen vier Unternehmensbereichen", sagte Fresenius-Chef Stephan Sturm. "Unsere Investitionen in künftiges Wachstum laufen wie geplant." Damit stärke Fresenius die Grundlagen für eine dauerhaft erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. "Für die vor uns liegenden Monate und die kommenden Jahre sind wir deswegen sehr zuversichtlich." Für die vier Segmente Fresenius Medical Care, Kabi, Helios und Vamed bestätigte der Konzern den Ausblick.

FMC-Einnahmen stagnieren

Anders als beim Umsatz bleibt Sturm beim Konzernergebnis bei der bisherigen Einschätzung, dass es 2019 ähnlich hoch ausfallen wird wie 2018. Berücksichtigt in der Prognose werden Umsatzbeiträge ebenso wie eine erwartete Ergebnisbelastung durch die Übernahme der US-Firma NxStage, mit der das Heimdialyse-Geschäft von FMC ausgebaut werden soll.

Bei der Dialysetochter machten sich Herausforderungen an anderer Stelle bemerkbar, nämlich bei dem 2015 in den USA gestarteten Programm "End Stage Renal Disease Seamless Care Organizations" (Esco). Dabei geht es laut Fresenius darum, die Versorgung nierenkranker Patienten zu verbessern und Kosten zu sparen. Dabei müssen bestimmte Ziele erreicht werden, die Ersparnisse werden dann mit den Krankenkassen geteilt.

FMC wurde nun zum einen dadurch belastet, dass die Zahl der dem Programm zugeordneten Patienten reduziert wurde. Zum anderen meldet FMC Unsicherheiten rund um die Ersparnis-Berechnung. FMC habe deutliche Einsparungen erzielt, betonte das Unternehmen. Aufgrund der anhaltenden Debatte über Berechnungsmethoden senkt FMC nach eigenen Angaben aber vorsichtshalber die Sparquote, die der Umsatz- und Ergebnisbuchung zugrunde gelegt wird.

Beides zusammen schlug währungsbereinigt mit einem Minus von 38 Millionen Euro jeweils bei Umsatz und Betriebsergebnis (Ebit) zu Buche. Insgesamt schrumpfte das operative Ergebnis bei FMC um zwei Drittel auf 521 Millionen Euro, der Umsatz stagnierte bei knapp 4,4 Milliarden Euro. Die Prognose bestätigte FMC.

Quelle: n-tv.de