Wirtschaft

Wunsch-Kandidat von Katar Gericht ernennt Deutsche-Bank-Aufsichtsrat

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Wie hoch der Anteil von Großaktionär Katar an der deutschen Bank tatsächlich ist, ist unklar.

(Foto: imago/Hans-Günther Oed)

Ein Streit über die zahlreichen Skandale der Deutschen Bank spaltet den Aufsichtsrat. Ausgerechnet der Chef des Ausschusses, der die diversen Rechtsstreitigkeiten aufarbeiten soll, geht. Ein Nachfolger kann nur per Gericht durchgesetzt werden.

Das Amtsgericht Frankfurt hat den Weg freigemacht: Der Jurist Stefan Simon zieht trotz der Kritik einiger Aktionäre in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank ein. Die zuständige Richterin habe die Personalie nach ausführlicher Prüfung abgesegnet, sagte ein Gerichtssprecher und bestätigte einen Bericht des "Handelsblatt".

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Das Kontrollgremium von Deutschlands größter Bank ist damit wieder vollzählig. Simon arbeitet bei der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg in Bonn, die auf Steuerthemen spezialisiert ist. Er zieht als Nachfolger des im Streit ausgeschiedenen Chefaufklärers Georg Thoma in den Aufsichtsrat ein, wird aber selbst nicht an der Spitze des Integritätsausschusses stehen.

Die Bank hatte den Personalvorschlag Mitte Juli offiziell gemacht. Vor allem der größte Aktionär Katar hatte sich für Simon starkgemacht. Die gerichtliche Bestellung war nötig, weil er sich erst auf der Hauptversammlung im Mai 2017 zur Wahl stellen kann.

Einige Aktionäre hatten moniert, Simon sei für die Rolle ungeeignet, weil er als Berater des inzwischen insolventen Windparkbauers Windreich versucht habe, selbst in den Besitz von Firmenanteilen zu kommen. Simon hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, mbo/rts