Wirtschaft

Rückenwind durch Discounter Getränkedosen erleben Comeback

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Die Zahl der verkauften Dosen steigt wieder.

(Foto: imago/Panthermedia)

Mit der Einführung des Pfands brach der Dosenverkauf hierzulande ein. Doch umstrittene Alubüchsen gehen momentan immer öfter über die Ladentische und Kassenbänder. Gegner und Befürworter streiten über deren Umweltbilanz.

Die Getränkedose erlebt in Deutschland ein Comeback. Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der verkauften Dosen um fast ein Viertel (23 Prozent) auf mehr als 3,5 Milliarden, wie das Forum Getränkedose mitteilte. Besonders beliebt ist Bier aus der Dose: Mehr als 40 Prozent aller Getränkedosen sind mit Gerstensaft gefüllt.

Die Getränkedose hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Bis 2002 gingen jährlich sogar mehr als sieben Milliarden von ihnen über den Ladentisch. Doch brach die Zahl der verkauften Dosen mit der Einführung des Dosenpfands 2003 auf nur noch 300 Millionen ein. Nach Einführung des einheitlichen Pfandsystems 2006 ging es jedoch wieder stetig nach oben - zuerst langsam, dann immer schneller.

Zum Comeback verhalfen der Getränkedose nicht zuletzt die Discounter. Seitdem sie wieder Bier in Dosen statt in PET-Einwegflaschen in ihren Regalen anboten, stieg der Dosenabsatz spürbar, wie das Fachblatt "Lebensmittel Zeitung" berichtete. Auch der Erfolg von Energy Drinks wie Red Bull oder Monster half.

Die Umweltbilanz der Aluminiumdosen ist allerdings weiterhin umstritten. Umweltschützer kritisieren den hohen Energieverbrauch bei der Aluminiumproduktion. Das Forum Getränkedose verweist dagegen darauf, das die Recyclingquote bei Getränkedosen in Deutschland 99 Prozent betrage und für das Recycling nur ein Bruchteil der Energie benötigt werde, die bei der Produktion von Primäraluminium notwendig sei.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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