Wirtschaft

Handelskonflikt und US-Shutdown Gewinn von Goldman Sachs bricht ein

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Die Konzernerträge von Goldman Sachs gingen auf 8,8 Milliarden Dollar zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um ein Fünftel geht der Gewinn der US-Investmentbank Goldman Sachs im Auftaktquartal zurück. Nichtsdestotrotz geben sich die Verantwortlichen und Anleger zufrieden. Bei einem anderen amerikanischen Geldhaus ist das ähnlich.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Schwäche im Handel mit Anleihen und Aktien sowie höhere Rückstellungen für faule Kredite zu spüren bekommen. Der Nettogewinn brach im ersten Quartal um ein Fünftel auf 2,18 Milliarden Dollar ein, wie das Geldhaus mitteilte. Der Regierungsstillstand in den USA sowie der Handelskonflikt zwischen den USA und China drückten der Bank zufolge auf die Handelsaktivitäten der Kunden.

Die Konzernerträge gingen um 13 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar zurück. Im Aktienhandel fielen die Einnahmen um 24 Prozent, im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen sanken sie um elf Prozent. Trotz der starken Rückgänge übertrafen die Ergebnisse die Erwartungen der Wall Street deutlich. Anleger reagierten positiv auf die Zahlen und ließen die Aktie im vorbörslichen US-Handel leicht steigen.

Goldman Sachs
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"Wir sind mit unserer Leistung im ersten Quartal zufrieden", sagte Konzernchef David M. Solomon. In den Kerngeschäften habe die Investmentbank solide Ergebnisse abgeliefert. Goldman ist stärker von den Entwicklungen an den Märkten abhängig als der Branchenprimus JP Morgan, der sich auf ein starkes Geschäft mit Verbrauchern stützen kann und am Freitag ein Rekordergebnis präsentiert hatte.

Goldman versucht sich seit einigen Jahren breiter aufzustellen und baut seine Online-Bank Marcus aus, die etwa relativ hoch verzinste Sparkonten für Privatkunden im Angebot hat. Doch vor allem wegen höherer Kreditausfälle bei Verbraucherdarlehen schnellten die Rückstellungen für Kreditausfälle im ersten Quartal auf 224 (Vorjahresquartal: 44) Millionen Dollar in die Höhe.

Citigroup übertrifft Erwartungen

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Die US-Bank Citigroup hat unterdessen im Auftaktquartal 2019 mehr verdient als am Markt erwartet. Der Nettogewinn stieg um zwei Prozent auf 4,71 Milliarden US-Dollar. Je Aktie waren es 1,87 Dollar, Analysten hatten im Mittel mit 1,80 Dollar gerechnet. Die Einnahmen gingen vor allem wegen flauer Aktiengeschäfte um zwei Prozent auf knapp 18,6 Milliarden Dollar zurück und trafen damit die Analystenschätzung.

Die Nettozinseinnahmen betrugen 11,76 Milliarden Dollar. Die Sparmaßnahmen des Instituts zahlten sich aus, die operativen Kosten sanken um drei Prozent auf 10,58 Milliarden Dollar. Im Segment Global Consumer Banking stagnierten die Einnahmen bei rund 8,45 Milliarden Dollar. Mit institutionellen Kunden erlöste die Bank knapp 9,7 Milliarden Dollar, zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts/dpa/DJ

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