Wirtschaft

Dividende um 50 Prozent erhöht Gewinnplus treibt Xing-Aktie auf Rekordhoch

Insgesamt kam Xing zuletzt auf knapp acht Millionen Nutzer in Kernmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz. Foto: Christian Charisius

Insgesamt kam Xing zuletzt auf knapp acht Millionen Nutzer in Kernmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz.

(Foto: dpa)

Mehr als eine Million neuer Mitglieder, dazu ein sattes Plus beim Gewinn: Das Karrierenetzwerk Xing begeistert seine Anleger mit Zahlen - und auch einer satten Dividende. Allerdings gibt es bei allen Erfolgsmeldungen auch einen Schönheitsfehler in der Bilanz.

Positiv reagierten die Anleger auf die bereits vor dem Wochenende präsentierte Zahlen von Xing, obwohl dem Karrierenetzwerk eine massive Wertberichtigung die Bilanz verhagelt hatte. Operativ verbesserten sich die Hamburger aber deutlich. Die Anteilsscheine kletterten in der Folge im TecDax um in der Spitze rund 4,6 Prozent auf 126 Euro - und damit auf ein neues Allzeithoch.

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Was Anleger locken dürfte: Vom Gewinn sollen 5,1 Millionen Euro an die Aktionäre fließen, darunter der Medienkonzern Burda mit gut der Hälfte der Anteile. Die ordentliche Dividende soll auf 92 Cent je Aktie von 62 Cent im Vorjahr erhöht werden. Allerdings hatte Xing die Aktionäre im vergangenen Jahr darüber hinaus mit einer Sonderausschüttung von 3,58 Euro je Aktie bedacht.

Das Geheimnis des Erfolgs? Vor allem dank neuer kostenpflichtiger Angebote für Berufstätige und Arbeitgeber hat Xing seinen Gewinn kräftig gesteigert. "Die umfassende Erneuerung des Premiumangebotes im vergangenen Jahr trug erfolgreich Früchte", teilte das Internetunternehmen mit. "Und auch für die Zukunft stehen bei Xing alle Zeichen auf Wachstum."

Stärkstes Mitgliederwachstum seit dem Börsengang

Operativ legte Xing 2014 stärker zu als geplant. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis stieg um 30 Prozent auf 31,6 Millionen Euro. In Aussicht gestellt hatte Vorstandschef Thomas Vollmoeller im November ein bereinigtes Ebitda von 28 bis 29 Millionen Euro. Der Jahresumsatz kletterte um 20 Prozent auf 101,4 Millionen Euro, der um Sonderlasten bereinigte Überschuss um 49 Prozent auf 15,7 Millionen.

Belastet wurde das Ergebnis unter anderem vom Veranstaltungsgeschäft. Weil Xing keine Hoffnungen mehr auf die schwächelnde Sparte setzt, schrieb der Konzern die Event-Tochter komplett ab. Das schlug im Konzernabschluss mit 7,1 Millionen Euro zu Buche.

Mit 1,1 Millionen neuen Mitglieder im vergangenen Jahr erreichte Xing nach eigenen Angaben das stärkste Mitgliederwachstum seit dem Börsengang 2006. Damit kam das Unternehmen am Jahresende auf mehr als acht Millionen Mitglieder.

Quelle: n-tv.de, kst/rts/dpa

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