Wirtschaft

Dringende Warnung in ÖsterreichGift in Gläsern: Babynahrungshersteller Hipp wird erpresst

18.04.2026, 22:32 Uhr
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Betroffen ist im Nachbarland diese Sorte. (Foto: picture alliance / TOBIAS STEINMAURER / APA / picturedesk.com)

In Österreich werden nach Drohungen gegen einen Supermarkt in Windeseile bestimmte Hipp-Gläschen aus dem Sortiment genommen. Bereits verkaufte Exemplare sollen nicht verzehrt werden.

In Österreich ist ein mit Rattengift verseuchtes Gläschen Hipp-Babynahrung gefunden worden. Ein Kunde habe dies gemeldet, "ein Verzehr hat nicht stattgefunden", teilte die Polizei im Bundesland Burgenland mit. Sie veröffentlichte eine "dringende Warnung an die Bevölkerung". Verdächtige Gläschen sollten nicht geöffnet und der Polizei gemeldet werden. Nach Angaben der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) handelt es sich um einen Erpressungsversuch gegen den Babynahrungshersteller Hipp.

Hipp hatte sein Sortiment in den Sparsupermärkten in Österreich bereits am Freitagabend zurückgerufen. Ein Hipp-Sprecher hatte zuvor von einem "externen kriminellen Eingriff" gesprochen.

Das Unternehmen hatte in Österreich bereits am Freitagabend sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Die Supermarktkette nahm alle Gläschen über Nacht aus den Regalen. Wie Ages nun mitteilte, war von der Drohung "nach derzeitigem Erkenntnisstand" eine Spar-Filiale in Eisenstadt betroffen. Es ging um das Produkt "Karotte mit Kartoffel 190 Gramm". Die manipulierten Gläschen sollen mit weißem Aufkleber und rotem Kreis gekennzeichnet worden sein.

Bei Symptomen Arzt aufsuchen

Nach Angaben der Polizei war unter den aus den Regalen genommenen Gläschen in Österreich kein manipuliertes Produkt. Möglich sei aber, dass vor der Räumung manipulierte Gläser gekauft worden seien, sagte ein Polizeisprecher. Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei. Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben.

Nach Angaben von Ages können Wirkstoffe in Rattengiften zu einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes führen. Mögliche Folge seien Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blaue Flecken oder Blut im Stuhl. Sollten Eltern solche Symptome bei ihren Kindern feststellen, die Hipp-Nahrung gegessen hatten, sollten sie unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Die Ursprünge des in Pfaffenhofen in Bayern gegründeten Familienunternehmens gehen mehr als 120 Jahre zurück. Sitz der Hipp Holding AG ist in Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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