Wirtschaft

Auszahlung verzögert sich Griechenland muss nachsitzen

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Nur 108 von 110 Reformmaßnahmen umgesetzt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eigentlich gibt es bereits die Zustimmung der Euro-Finanzminister für die nächste Tranche an Griechenland. Vor Mitte März wird die Zahlung aber nicht erfolgen. Die Regierung in Athen muss noch zwei Reformenmaßnahmen umsetzen.

Griechenland darf sich nach harten Reformschritten Hoffnungen auf die Auszahlung der nächsten Milliarden-Hilfe der Euro-Länder machen. Das Land habe große Anstrengung unternommen, um den Umbau wie gefordert zu schaffen, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno.

Bei der Auszahlung der aktuellen Tranche kommt es aber zu Verzögerungen. Die Zahlung könne voraussichtlich nicht vor Mitte März erfolgen, sagte der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling. Hintergrund sei, dass im Rahmen der laufenden Überprüfung des Programms von 110 erforderlichen Reformmaßnahmen bislang 108 umgesetzt sind.

Die Euro-Finanzminister hatten eigentlich bereits im Januar grünes Licht für die Auszahlung von 6,7 Milliarden Euro in zwei Tranchen gegeben. Voraussetzung war aber, dass sämtliche Vorgaben erfüllt würden. Dies solle nun zeitnah erfolgen, hieß es.

Griechenland wird seit 2010 mit internationalen Krediten vor der Pleite bewahrt. Das aktuelle dritte Hilfsprogramm hat ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro und endet im August.

Beratung auch über Rolle des ESM

Die Ressortchefs der 19 Staaten, die den Euro als Gemeinschaftswährung haben, berieten zudem über den Ausbau des ESM zu einem europäischen Währungsfonds. Europa müsse vorbereitet sein, wenn es wieder einmal zu einer Krise komme, sagte Regling, der "Augsburger Allgemeinen". Grund sei unter anderem, dass sich der Internationale Währungsfonds (IWF) stärker aus Europa zurückziehe.

Der ESM stemmte in der Vergangenheit Rettungsprogramme für Krisenländer in Europa, etwa für Griechenland. Der IWF war daran beteiligt. Zwischen den Europäern und dem IWF gab es allerdings immer wieder Uneinigkeit über die finanzpolitische Ausrichtung.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa/rts

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