Wirtschaft

Lizenz beantragt Grillriese Weber strebt an die US-Börse

In mehreren Ländern beansprucht Weber Grill die Position des Marktführers für sich - darunter auch Deutschland. In den USA soll das Unternehmen jetzt an die Börse gehen. Es wird wohl mit bis zu sechs Milliarden Dollar bewertet werden.

Der traditionsreiche US-Grillhersteller Weber bereitet nach starken Geschäftszuwächsen in der Corona-Krise einen Börsengang an der New York Stock Exchange vor. Die Firma teilte mit, bereits einen entsprechenden Antrag bei der US-Börsenaufsicht eingereicht zu haben.

Weber profitierte mit seinen mitunter Tausende Dollar oder Euro teuren Kohle-, Gas- und Elektrogrills in der Pandemie stark von einer erhöhten Nachfrage. In den sechs Monaten bis Ende März steigerte das 1952 gegründete und einst durch seinen Kugelgrill "Weber Kettle" bekannt gewordene Unternehmen den Umsatz im Jahresvergleich um über 60 Prozent auf 963 Millionen Dollar (811 Millionen Euro). Der Gewinn stieg sogar um mehr als das Dreifache auf 73,8 Millionen Dollar.

Wie viel Geld Weber beim Börsengang erlösen will, ist noch unklar. Im Wertpapierprospekt ist bislang ein Platzhalterbetrag von 100 Millionen Dollar eingetragen. Auch konkrete Angaben zum Zeitplan für die Premiere an der NYSE, wo die Aktien unter dem Tickerkürzel "WEBR" gelistet werden sollen, hat das Unternehmen bislang noch nicht gemacht.

Nach Informationen des Finanznachrichtendienstes Bloomberg aus eingeweihten Kreisen könnte Weber beim Börsengang insgesamt mit vier bis sechs Milliarden Dollar bewertet werden. Die Firma ist seit 2010 mehrheitlich im Besitz der Investmentgesellschaft BDT Capital Partners aus Chicago. Vor weniger als einer Woche hatte bereits der konkurrierende Grillhersteller Traeger seinen Börsengang beantragt, um an der NYSE unter dem Ticker "COOK" gehandelt zu werden.

Weber beansprucht in einer Reihe von Ländern die Rolle des Marktführers für sich, darunter die USA, Australien, Kanada, Frankreich und Deutschland. Neben dem Verkauf von Grills führt das Unternehmen noch mehrere Restaurants in den USA.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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