Wirtschaft

Unternehmen beendet den BetriebHalberstädter Würstchen sind Geschichte

27.08.2026, 13:53 Uhr
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Halberstädter Würstchen werden vermutlich vom Markt verschwinden. (Foto: picture alliance/dpa)

Hohe Kosten haben das traditionsreiche Unternehmen Halberstädter in die Insolvenz getrieben. Ein neuer Investor ließ sich nicht finden. Nach mehr als 130 Jahren endet nun offenbar das Kapitel Würstchen und Konserven. Alle Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.

Bei der Halberstädter Konserven GmbH gehen endgültig die Lichter aus. Der traditionsreiche Hersteller aus Sachsen-Anhalt stellt den Betrieb ein. Für das insolvente Unternehmen habe sich kein neuer Interessent gefunden sagte die Insolvenzverwalterin Medienberichten zufolge der Magdeburger "Volksstimme". Alle Mitarbeiter hätten ihre Kündigung bekommen. Deren genaue Zahl ist derzeit offenbar unklar, wie der MDR berichtet.

Zu Beginn der jüngsten Insolvenz Anfang Juni seien es noch gut 150 gewesen. Von denen hätten seitdem aber bereits einige neue Anstellungen gefunden. Der Betriebsrat habe sich bereits vor einigen Wochen aufgelöst, berichtet der Sender weiter. Unklar sei noch die Zukunft der traditionsreichen Marke "Halberstädter". Die Rechte lägen bei der Eigentümerfamilie des Unternehmens.

Die Unternehmensgruppe rund um die Halberstädter Würstchen ist von gestiegenen Energie-, Fleisch- und Personalkosten getroffen. Die Produktionsgesellschaft bei Halberstädter war in einem umkämpften und auch rückläufigen Markt in Schieflage geraten.

Das Unternehmen hat eine mehr als 140 Jahre lange Tradition. Zu DDR-Zeiten befand sich das Unternehmen in Volkseigentum, 1992 wurde es von der Unternehmerfamilie Nitsch übernommen. Die Produktpalette reicht von Fleisch- und Wurstkonserven über frische Produkte bis zu Suppen und Fertiggerichten. Das Unternehmen war nach eigenen Angaben 1883 gegründet worden. Ab 1896 gab es dann die Würstchen in der Konserve.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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