Wirtschaft

Wenn die Verhandlungen scheitern Harter Brexit kostet 260 Pfund pro Haushalt

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Dass die Briten nach einem harten Brexit eher auf günstigere heimische Produkte zurückgreifen würden, ist bei der Studie schon eingepreist.

(Foto: REUTERS)

Was kommt bei einem harten Brexit auf die Briten zu? Eine Studie hat die Folgen berechnet, falls die Verhandlungen scheitern. Privathaushalte hätten demnach Mehrkosten von fast 300 Euro pro Jahr.

Ein Ausstieg Großbritanniens aus der EU ohne Brexit-Abkommen würde einen britischen Privathaushalt einer Studie zufolge pro Jahr durchschnittlich um 260 Pfund (292 Euro) mehr belasten. Wegen steigender Preise für Nahrung, Kleidung und Transport müsste ein Mittelschichthaushalt mit diesem zusätzlichen Betrag rechnen, ergibt eine Studie der Universität Sussex.

Die britische Regierung hatte angekündigt, Zölle auf importierte Waren aus EU-Ländern zu erheben, falls keine Einigung über die Handelsbeziehungen zur Europäischen Union nach dem Ausstieg Großbritanniens gefunden wird. Die Kosten für einen Haushalt würden damit jährlich um 0,9 Prozent steigen, heißt es in der zusammen mit dem Forschungsinstitut Resolution Foundation erstellten Studie. Dies berücksichtige bereits, dass dann voraussichtlich mehr günstigere, in Großbritannien produzierte Waren gekauft würden.

Der britische Finanzminister Philip Hammond sagte am Montag, er sehe keine wachsende Gefahr für ein Scheitern der Verhandlungen über ein Abkommen mit der EU. Auch der britische Verkehrsminister Chris Grayling hatte betont, er rechne trotz der stockenden Brexit-Gespräche nicht mit einem Austritt ohne Abkommen. Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärten, sie wollten bei den Brexit-Gesprächen aufs Tempo drücken.

Quelle: ntv.de, bdk/rts