Wirtschaft

"Kann sinken, aber auch steigen" Höhe der Gasumlage könnte sich im Winter ändern

Gerade erst wurde die Höhe der Gasumlage bekannt gegeben. Doch sie kann sich schon im Winter ändern, wie der Chef von Trading Hub Europe sagt. Je nach Lage kann sie demnach verringert oder erhöht werden.

Die Höhe der Gasumlage dürfte sich dem zuständigen Unternehmen zufolge schon bald verändern. "Alle drei Monate kann die Umlage angepasst werden. Wegen der dynamischen Entwicklung gehe ich davon aus, dass die Umlage schon in diesem Winter angepasst werden muss", sagte der Geschäftsführer von Trading Hub Europe (THE), Torsten Frank, der "Rheinischen Post".

"Die Umlage kann bei einer Beruhigung der Lage sinken, sie kann aber auch steigen, wenn zum Beispiel Gazprom seine Lieferungen weiter drosseln sollte oder sich die Prognosen der Firmen verändern", sagte Frank.

Der russische Staatskonzern Gazprom hatte erst kürzlich eine erneute Unterbrechung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 vom 31. August bis zum 2. September angekündigt. Als Grund wurden Wartungsarbeiten genannt. Die am 1. Oktober geltende Gasumlage soll Versorgern zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibendes, günstigeres Gas aus Russland kaufen müssen.

Zwei Firmen erhalten meistes Geld

Die Höhe der Umlage berechnet Trading Hub Europe als Gemeinschaftsunternehmen der Fernleitungsnetzbetreiber. Das Unternehmen hatte die Umlage in der vergangenen Woche auf 2,4 Cent je Kilowattstunde beziffert.

Laut einem Bericht bekommen zwei Unternehmen den weitaus größten Teil des Geldes aus der Umlage: Über 90 Prozent der 34 Milliarden Euro, die für die Gasumlage bis April 2024 anfallen, gehen laut der Deutschen Presse-Agentur an zwei Gashandelspartner mit Russland: Uniper und die bisherige Gazprom Germania.

Weiter sagte THE-Chef Frank, dass Deutschland möglicherweise nicht alle seine Gasspeicher wie gesetzlich gefordert werde füllen können. "Wir werden viele Speicher bis zum November zu 95 Prozent füllen können, aber nicht alle", sagt er. "Eine bundesweite Gasmangellage erwarte ich nicht. Es kann aber gegebenenfalls regionale Mangellagen geben, das lässt sich leider nicht ausschließen." Für private Haushalte zeigt sich der Manager zuversichtlich: "Wir kommen mit dem Einspeichern und Sparen gut voran. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die privaten Haushalte in diesem Winter nicht frieren müssen."

Quelle: ntv.de, mli/AFP/rts

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