Wirtschaft

Tiefgreifender Konzernwandel IBM-Chefin Rometty tritt zurück

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IBM will sich künftig auf das Cloud-Geschäft konzentrieren.

(Foto: imago images / Pacific Press Agency)

Seit acht Jahren leitet Ginni Rometty die Geschicke des IT-Konzerns IBM. Im Rahmen der Konzernumstrukturierung tritt sie zum Jahresende als Vorsitzende zurück. Ihr Nachfolger steht bereits fest.

Die Chefin des IT-Urgesteins IBM, Ginni Rometty, hat ihren Rücktritt angekündigt. Ihr Nachfolger wird mit Wirkung zum 6. April Arvind Krishna, der sich bislang als Senior Vice President unter anderem um das Cloud-Geschäft kümmert. Dies teilte das Unternehmen nach US-Börsenschluss mit.

Die 62-jährige Rometty hatte den Spitzenposten 2012 übernommen, sie soll bis zum Jahresende als geschäftsführende Vorsitzende bei IBM bleiben. IBM steckt schon länger in einem tiefgreifenden Konzernwandel, der bislang noch nicht die erhofften Erfolge brachte. Der Computer-Dino setzt auf neue Geschäftsbereiche wie Cloud-Dienste, Datenanalyse und künstliche Intelligenz und verbucht hier teilweise auch starkes Wachstum. Das reicht jedoch nicht, um die Probleme in der klassischen Hardware-Sparte mit Servern und Großrechnern zu kompensieren.

Anleger reagierten positiv auf die Ankündigung des Chefwechsels, die Aktie drehte nachbörslich ins Plus und stieg zunächst um rund vier Prozent. IBM hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, im vierten Quartal das erste kleine Umsatzplus seit sechs Vierteljahren geschafft zu haben. An der Wall Street hat der Konzern schon länger einen schweren Stand, trotz des US-Börsen-Booms konnte die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten kaum einen Kursgewinn verbuchen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa