Wirtschaft

Inbetriebnahme geplant ICE-Neubaustrecke wartet auf Zulassung

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Die Saale-Elster-Talbrücke ist Deutschlands längste Eisenbahnbrücke und Teil der Neubaustrecke.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember will die Deutsche Bahn das Reisen zwischen Halle und Erfurt bequemer und vor allem schneller machen. Dann soll ein Teilabschnitt der neugebauten Strecke nach München ans Netz gehen. Doch noch fehlt die Genehmigung.

In gut einem Monat will die Deutsche Bahn die neue ICE-Verbindung von Erfurt nach Leipzig/Halle in Betrieb nehmen. Doch noch immer hat der Abschnitt keine Zulassung des Eisenbahnbundesamtes. Es hätten Zweifel an der Langlebigkeit der Fahrbahn auf Brücken bestanden, sagte ein Bahnsprecher. Deswegen seien verschiedene technische Maßnahmen ergriffen worden. "Es geht nicht darum, dass es unsicher wäre."

Die Zulassung des Amtes müsse vor der geplanten kommerziellen Inbetriebnahme der Strecke her. Die Bahn sei aber zuversichtlich, den geforderten Nachweis erbringen zu können, sagte er weiter.

Geplant ist, dass ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember die Züge regulär über die Trasse rollen. Zuvor ist am 9. Dezember eine feierliche Eröffnung geplant, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Die Trasse ist Teil der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Berlin. Bei Abschluss aller Arbeiten 2017 sollen es Züge von Berlin nach München in rund vier Stunden schaffen. Auf einzelnen Abschnitten werden die Züge Geschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern erreichen.

Das Projekt war 1991 beschlossen worden und hat ein Volumen von zehn Milliarden Euro. Mit Inbetriebnahme der Strecke wird die thüringische Landeshauptstadt Erfurt zum großen ICE-Knoten in Mitteldeutschland.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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