Wirtschaft

Warnstreiks massiv ausgeweitet IG Metall erhöht Druck auf Arbeitgeber

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In NRW sollen sich nach Angaben der IG Metall 143 Betriebe an befristeten Ausständen, Demonstrationen und Kundgebungen beteiligen.

(Foto: picture alliance / Matthias Balk)

Vorbei mit der Zurückhaltung: Mit dutzenden Warnstreiks will IG Metall ihre langgehegten Forderungen durchbringen. Mehr Lohn und vor allem flexiblere Arbeitszeiten sind die erklärten Ziele der Gewerkschaft.

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Dienstag mehrere zehntausend Beschäftigte zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Geplant sind allein in Nordrhein-Westfalen mehr als 140 Aktionen. Auch in Rheinland-Pfalz sind in der Nacht Warnstreiks angelaufen. In Sachsen-Anhalt sowie Sachsen sollten nach Angaben der Gewerkschaft Beschäftigte die Arbeit zeitweise niederlegen, um ihrer Forderung nach mehr Geld und neuen Arbeitszeitregeln Nachdruck zu verleihen.

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Am frühen Morgen laufen in NRW die ersten Warnstreiks mit einem Fackelzug an.

(Foto: picture alliance / Guido Kirchne)

In NRW waren erste Aktionen bereits in den Nachtschichten angelaufen. Um 04.30 Uhr war nach Angaben der örtlichen IG Metall ein Fackelzug mit 350 Beschäftigten des Aluminium-Norf-Werks in Neuss um das Werksgelände gezogen. Weitere Warnstreiks sind im Tagesverlauf unter anderem im Ruhrgebiet, in Paderborn, Gütersloh, Bocholt, im Märkischen Kreis sowie in Düren geplant.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden absenken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen zusätzlich einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Das lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab. Sie haben bisher Lohnzuwächse von zwei Prozent und eine Einmalzahlung angeboten sowie eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten nach oben verlangt. Die bundesweit nächsten Verhandlungen finden kommenden Donnerstag, am 11. Januar, im Tarifbezirk Baden-Württemberg statt.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa