Wirtschaft

Trotz steigender Energiepreise Inflation in Eurozone schwächt ab

03c6662578bb0265ecc0436061e4906c.jpg

Unter anderem für Lebensmittel mussten Verbraucher etwas mehr zahlen.

(Foto: REUTERS)

Die Inflationsrate in der Eurozone verlangsamt sich im März. Dennoch sind viele Waren etwas teurer als im Februar. Dazu gehört Tabak. Der Preistreiber ist aber ein anderer.

In der Eurozone sind die Verbraucherpreise im März nicht mehr so stark gestiegen wie im Vormonat. Das teilt das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mit. Demnach betrug die Inflationsrate in den 19 Staaten der Währungsunion 1,4 Prozent. Im Februar waren es 1,5 Prozent gewesen. Damit entfernt sie sich weiter von der kritischen Marke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Währungshüter streben eine allgemeine Teuerung von knapp unter 2,0 Prozent an. In diesem Bereich sehen sie ihr wichtigstes Ziel, die Sicherung der Preisstabilität, gewährleistet.

Stärkster Preistreiber waren laut Eurostat die Energiepreise, die um 5,3 Prozent zulegten. Am schwächsten war die Teuerung bei Industriegütern, deren Kosten lediglich um 0,2 Prozent stiegen. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich um 1,8 Prozent, Dienstleistungen um 1,1 Prozent.

*Datenschutz

Auf dem Arbeitsmarkt blieb die Lage unterdessen unverändert. Die Erwerbslosenquote betrug in der Eurozone im Februar 7,8 Prozent, wie die EU-Statistiker weiter mitteilten. Auch in der gesamten EU aus 28 Staaten gab es keine Veränderung. Hier blieb die Arbeitslosenquote wie im Januar bei 6,5 Prozent.

Die niedrigsten Erwerbslosenquoten hatten nach den Eurostat-Berechnungen weiter Tschechien (1,9 Prozent) und Deutschland (3,1 Prozent). Schlusslichter waren Italien (10,7 Prozent) und Spanien (13,9 Prozent).

Die EZB-Volkswirte kappten jüngst ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 1,2 von zuvor 1,6 Prozent. Börsianer erwarten mittlerweile, dass die Währungshüter das Inflationsziel von knapp zwei Prozent bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein verfehlen werden. Die EZB hat vor dem Hintergrund der Konjunktureintrübung die Zinswende bis mindestens ins nächste Jahr verschoben. Sie hält den geldpolitischen Schlüsselsatz bereits seit März 2016 bei null Prozent.

*Datenschutz
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, hul/rts/AFP

Mehr zum Thema