Wirtschaft
Bernhard Günther ist seit April 2016 Finanzvorstand von Innogy.
Bernhard Günther ist seit April 2016 Finanzvorstand von Innogy.(Foto: imago/Sven Simon)
Freitag, 11. Mai 2018

Erster Termin nach Säureattentat: Innogy-Manager kehrt zurück

Anfang März überschütten Unbekannte den Finanzvorstand des Energieunternehmens Innogy, Bernhard Günther, mit Säure. Nächste Woche will er erstmals seitdem wieder einen öffentlichen Termin wahrnehmen. Anlass ist das Übernahmeangebot von Eon.

Innogy-Finanzvorstand Bernhard Günther wird zehn Wochen nach dem Säureanschlag auf sich wieder einen öffentlichen Termin wahrnehmen. Günther will sich Montag bei einer Telefon-Pressekonferenz gemeinsam mit Innogy-Vorstandschef Uwe Tigges den Fragen von Journalisten stellen.

Zwei Unbekannte hatten Günther Anfang März beim Brötchenholen von hinten angegriffen, zu Boden geworfen und mit Säure überschüttet. Der 51-Jährige erlitt schwerste Verletzungen und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Die Tat wurde als versuchter Mord eingestuft. Die Ermittlungen dauerten an, erklärte die Düsseldorfer Polizei.

Tigges und Günther wollen am Montag die Haltung des Innogy-Vorstands zum Übernahmeangebot des Konkurrenten Eon erläutern. Eon hatte sich mit der Innogy-Mutter RWE auf eine Neuordnung ihrer Geschäftsfelder geeinigt. Dazu soll Innogy zerschlagen und zwischen beiden aufgeteilt werden.

Zuletzt hatten sich die Spitzen der drei Unternehmen laut Gewerkschaftsangaben auf den Schutz der Innogy-Mitarbeiter geeinigt. Es sei eine Vereinbarung erzielt worden, die betriebsbedingte Kündigungen praktisch ausschließe, teilte Verdi mit. "Die Beteiligten haben sich ferner darauf geeinigt, dass die bestehenden tariflichen und betrieblichen Regelungen bis auf weiteres fortgelten."

Im Zuge der Übernahme erhält Eon knapp 77 Prozent der Innogy-Anteile von RWE und soll bis Ende 2019 das Netz- und Vertriebsgeschäft des Unternehmens übernehmen. RWE erhält im Gegenzug das Ökostromgeschäft von Innogy und Eon. Rund 5000 der über 70.000 Jobs bei Innogy könnte wegfallen.

Quelle: n-tv.de