Wirtschaft

Rechenzentren schwächeln Intel deprimiert Anleger

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Intel kassiert seine Prognose für das Gesamtjahr.

(Foto: REUTERS)

Der Chiphersteller Intel kassiert seine Prognose. Das kommt bei Anlegern nicht gut an. Unter anderem kehrt das Unternehmen Apple den Rücken. Zudem kosten die Unsicherheiten rund um die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft den Konzern Geld.

Der Halbleiter-Riese Intel hat seine Prognosen für das laufende Jahr gesenkt, nachdem das Geschäft mit Chips für Rechenzentren zuletzt erstmals seit Jahren zurückgegangen ist. Im vergangenen Quartal legte zugleich der Intel-Umsatz bei PC-Chips trotz des insgesamt schrumpfenden Marktes zu. Die Quartalseinnahmen blieben im Jahresvergleich mit rund 16 Milliarden Dollar kaum verändert. Der Gewinn fiel um gut ein Zehntel auf knapp vier Milliarden Dollar, wie Intel nach US-Börsenschluss mitteilte.

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Das Unternehmen rechnet nun für das gesamte Jahr mit einem Gewinn pro Aktie von 4,14 Dollar bei 69 Milliarden Dollar Umsatz. Zuvor waren Erlöse von 71,5 Milliarden Dollar und ein Gewinn pro Aktie von 4,35 Dollar erwartet worden. Die Intel-Aktie brach im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als sieben Prozent ein.

Der Umsatz im Geschäft mit Chips für Rechenzentren sank im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Intel sieht den Grund unter anderem im schwächeren Wirtschaftswachstum in China. Bei PC-Prozessoren gab es dagegen ein Erlösplus von vier Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar - weil Intel bei sinkenden Stückzahlen teurere Chips verkaufen konnte.

Intel stellte zudem klar, dass der Konzern aus dem Geschäft mit Smartphone-Modems ausstieg, weil der wichtige Kunde Apple seinen Patent-Streit mit dem Konkurrenten Qualcomm beigelegt hatte. Nach dieser Einigung habe Intel keinen Weg gesehen, in dem Markt profitabel zu agieren, sagte Konzernchef Bob Swan dem "Wall Street Journal". Intel werde voraussichtlich noch die Modem-Chips für die nächste iPhone-Generation in diesem Jahr liefern, deutete Swan nun an.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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