Wirtschaft

Ausnahmezustand in Florida "Irma" bringt US-Flugverkehr durcheinander

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Mit dem Flieger aus der Gefahrenzone: Vor dem Wochenende wird es am Flughafen in Miami eng.

(Foto: AP)

Mit verheerender Gewalt nähert sich Monstersturm "Irma" der US-Küste: Mehrere Fluggesellschaften stemmen sich mit Sonderflugplänen gegen das anstehende Chaos. Großflughäfen stellen den Betrieb vorübergehend ein.

US-Fluggesellschaften versuchen vor dem Eintreffen des Hurrikans "Irma" in Florida, so viele Kunden wie möglich aus dem Gefahrengebiet auszufliegen. American Airlines bietet eigenen Angaben zufolge 16 zusätzliche Flüge von Miami an. Delta Air Lines stellt mehr und größere Maschinen bereit, um so die Zahl der verfügbaren Plätze um 2000 zu erhöhen. United Airlines nahm sechs zusätzliche Flüge in seinen Plan auf.

Alle drei Airlines wollen ihren Flugbetrieb in Florida bis Freitagabend weitgehend einstellen. Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit US-Ostküste) gab das Hurrikan-Warnzentrum in Miami offizielle Hurrikan-Warnungen aus, die Gebiete im US-Staat Florida sowie auf Haiti, den Bahamas, Kuba und dem britischen Überseegebiet der Turks- und Caicosinseln umfassen. Das Auge des Tropensturms dürfte aktuellen Berechnungen zufolge in der Nacht auf Samstag (Ortszeit Florida) die US-Küste erreichen.

Miami voll in der Gefahrenzone

Meteorologen gehen davon aus, dass die Millionenmetropole Miami am Wochenende voll von "Irma" erfasst werden könnte. In der Region folgten bislang bereits Tausende Einwohner, Medienberichten zufolge, den Aufforderungen der Behörden, bedrohte Gebiete zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings teilte vorsorglich bereits mit, aufgrund der Extremwetterlage werde in den kommenden Tagen der Betriebsablauf gestört. Passagiere, die bis zum 11. September die Flugziele Havanna und Varadero in Kuba sowie Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik sowie die US-Städte Miami oder Orlando gebucht haben, könnten kostenlos umbuchen, heißt es. Kunden, die ihren Flug als Teil einer Pauschalreise gebucht haben, sollten sich an ihren Reiseveranstalter wenden.

Verwüstungen in der Karibik

Der in der Karibik wütende Rekord-Hurrikan "Irma" hält Kurs auf die Südostküste der USA. In der Karibik hat der bislang stärkste je gemessene Atlantik-Sturm mindestens 14 Menschen das Leben gekostet. "Irma" nimmt nun Kurs auf das dicht besiedelte Florida. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern zerstörte der Sturm seit Mittwoch zahlreiche Gebäude auf mehreren Karibik-Inseln.

In der Nacht zum Freitag zog "Irma" nördlich an der Dominikanischen Republik vorbei und befand sich laut der Webseite des Hurrikan-Zentrums zuletzt nördlich von Haiti. Zu den Gebieten, für die nun die Hurrikanwarnung in Kraft ist, gehören in Florida unter anderem die Inselkette Florida Keys sowie Lake Okeechobee nordwestlich von Fort Lauderdale und die Florida Bay zwischen dem südlichen Ende des Festlands und den Florida Keys.

In Haiti reicht die Warnung von der nördlichen Grenze zur Dominikanischen Republik bis nach Môle-Saint-Nicolas an der Nordwestküste. Auf Kuba sind die Provinzen Camaguey, Ciego de Avila, Sancti Spiritus und Villa Clara betroffen. "Irma" sollte am Freitag deutscher Zeit auf erste Inseln der Bahamas treffen. Dort gilt die Hurrikan-Warnung für Zentral-Bahamas und die nordwestlichen Bahamas.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa/rts

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