Wirtschaft

40 Prozent und mehr JP Morgan warnt vor Kursbeben

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Im Februar durchlebten Börsen weltweit eine Talfahrt. Auch der Dax blieb nicht verschont.

imago/Hans-Günther Oed

Nach den Kurseinbrüchen vor einigen Wochen durchleben Dow Jones, Dax und Co. weiterhin eine Achterbahnfahrt. Doch wer glaubt, sie sei bald zu Ende, der irrt womöglich. Die größte Bank der USA warnt vor massiven Kursverlusten in den kommenden Jahren.

Die US-Bank JP Morgan geht davon aus, dass die Kurseinbrüche vor einigen Wochen nur der Anfang von einem größeren Börsenbeben waren. In den nächsten Jahren seien massive Verluste möglich, sagte JP Morgan-Vizepräsident Daniel Pinto dem "Business Insider". Pinto ist Chef der Investmentbank von JP Morgan. "Die Einbrüche stehen nicht kurz bevor, sie werden nach und nach geschehen. In ein, zwei oder drei Jahren werden wir in der Spitze eine Kurskorrektur von 30 bis 40 Prozent sehen, vielleicht auch mehr", so der Manager.

Pinto rechnet damit, dass die US-Notenbank den Leitzins in diesem Jahr schrittweise vier oder fünf Mal erhöhen wird. Schließlich steige das Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit sei niedrig und die Unternehmen verzeichneten hohe Gewinne. Die Entwicklung der Inflation sehe er als entscheidenden Faktor für die Entwicklung der Börsen.

Der Februar hatte für massive Verluste an den Börsen gesorgt. Der Dow Jones verlor 4,3 Prozent, der Dax sogar 6,2 Prozent - so viel wie seit zwei Jahren nicht. Als ein Grund für die Einbrüche gilt die ansteigende Inflation. Anleger rechnen damit, dass die Notenbanken darauf mit höheren Zinsen reagieren. Kredite werden dadurch teurer und die Gewinne der Unternehmen somit kleiner. Zudem bedeutet ein steigendes Zinsniveau, dass Aktien als Anlage an Attraktivität verlieren.

Quelle: n-tv.de, tje

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