Wirtschaft

Bars und Hotels in Existenznot Jeder zweite Gastro-Betrieb steht vor Aus

Blick auf leere Tische vor einem Restaurant. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Gastronomen beklagen einen Umsatzverlust von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Sie zählen zu den größten wirtschaftlichen Verlierern der Corona-Pandemie: Gastronomen. Wie dramatisch die Lage von Restaurants, Hotels und Kneipen ist, zeigt nun eine Umfrage. Knapp 60 Prozent der befragten Gewerbe kämpfen demnach ums Überleben.

Etwa 60 Prozent der Betreiber von Kneipen, Bars, Restaurants und Hotels in Deutschland sehen die Corona-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter 7200 Gastronomen und Hoteliers, über die die "Bild"-Zeitung berichtet.

Demnach gaben 59,6 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sie kämpften wegen der Folgen der Seuche ums wirtschaftliche Überleben. Für den Zeitraum Januar bis Juli nannten die Befragten im Durchschnitt einen Umsatzverlust von 60,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei betrugen die Einbußen im März 63 Prozent, im April 86,8 Prozent, im Mai 73,7 Prozent, im Juni 52,2 Prozent und im Juli 43,2 Prozent.

Auch andere Betriebe sind von den Auswirkungen der Pandemie stark betroffen. Die staatlichen Corona-Hilfen haben bislang viele Unternehmen gerettet, heißt es in einer Umfrage der Universität Mannheim und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), aus der die "Süddeutsche Zeitung" zitiert. 44 Prozent der Betriebe, die eine staatliche Maßnahme beantragten, würden die Krise nach eigenen Angaben ohne diese Hilfe nicht überleben.

Zwei Drittel der 8500 Firmen, die an der Umfrage teilnahmen, haben demnach in irgendeiner Form staatliche Hilfen beansprucht. Die drei meistgenutzten Maßnahmen seien Kurzarbeitergeld, Corona-Soforthilfe und die Stundung von Steuerzahlungen.

Quelle: ntv.de, vmi/dpa/AFP