Wirtschaft

Schlichtung mit der GDL Jetzt droht die EVG mit Warnstreiks

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Wie ernst es der EVG mit ihrer Drohung ist, ist schwer einzuschätzen.

(Foto: REUTERS)

Der Streik der Gewerkschaft der Lokomotivfüher ist beendet. Drei Wochen lang sollen nun Schlichter zwischen Bahn und GDL vermitteln. Die größere Eisenbahngewerkschaft will aber nicht so lange warten. Macht nun die EVG Druck durch Streik?

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG pocht trotz der vereinbarten Schlichtung zwischen Bahn und GDL auf einen Tarifabschluss noch an diesem Donnerstag. "Entweder gibt es eine Unterschrift oder Warnstreiks", sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz.

An der Haltung der EVG, die für alle ihre Mitglieder und damit auch für die Lokführer einen Vertrag schließen will, habe sich nichts geändert. Möglich sei aber, dass eine Klausel eingearbeitet wird, in der auf gleiche Konditionen innerhalb der Berufsgruppen bestanden wird. Sollte also in der Schlichtung ein höherer Abschluss als mit der EVG vereinbart zustande kommen, müsste dieser auf alle Beschäftigten übertragen werden.

Die Bahn hat 4,7 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 75 Euro, bei einer Laufzeit von 29 Monaten angeboten. Die EVG lehnt das ab.

Bahn und GDL hatten in der Nacht ein Schlichtungsverfahren vereinbart, worauf die Gewerkschaft den Streik im Laufe des Tages beenden will. Nach Angaben der GDL ist bereits vereinbart, dass sie für Lokführer und Zugpersonal unabhängig eigene Verträge schließen kann.

Quelle: ntv.de, nsc/rts